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Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Mangelnde Nachhaltigkeit der Trinkwasserversorgung und des Abwassermanagements ist das Hauptproblem des peruanischen Siedlungswassersektors. Diese Situation ist eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung und die Umwelt. Besonders betroffen ist die arme Bevölkerung in den städtischen Randgebieten.

Zuständig für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung sind die städtischen Wasserversorgungsunternehmen (WVU). Als gemeinnützige Aktiengesellschaften befinden sie sich im Eigentum oft mehrerer Gemeinden. Die größten Probleme der Wasserversorgungsunternehmen entstehen aus einer häufig politisch motivierten Einflussnahme der Eigentümer. Sie räumen den Verantwortlichen nicht die nötige unternehmerische und gestalterische Autonomie ein. Eine weitere Schwierigkeit ist die Finanzschwäche der Wasserversorger, die den Rahmen der erforderlichen Investitionen erheblich einschränkt. Auf nationaler Ebene sind Rolle und Funktion der verschiedenen Institutionen unzureichend geklärt. Den Akteuren fehlen Kompetenzen, um ihre Ressourcen effizient für die nachhaltige Entwicklung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung einzusetzen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) konzentriert sich auf drei Handlungslinien:

  • Durch strukturelle Reformen leistet die EZ einen Beitrag zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen der Siedlungswasserwirtschaft. Sie fördert so Effizienz, soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit der Versorgung.
  • Die EZ trägt zur Stärkung der Institutionalität der Siedlungswasserwirtschaft bei. Sie arbeitet so an einer Verbesserung der Effizienz des Managements.
  • Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Stärkung der unternehmerischen Kompetenz der Versorgungsunternehmen und den Ausbau der Versorgungsinfrastruktur. Qualität und Nachhaltigkeit der Wasser- und Sanitärversorgung werden dadurch verbessert.


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