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Armutsminderung durch nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen im grenzüberschreitenden Einzugsgebiet des Río ArtibonitoProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Armutsminderung durch nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen im grenzüberschreitenden Einzugsgebiet des Río Artibonito
AusgangssituationDas grenzüberschreitende Einzugsgebiet des Rio Artibonito ist von Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht, insbesondere für die Wasserversorgung der Region. Für Haiti spielt der Péligre Stausee für die Bewässerungslandwirtschaft und Trinkwassergewinnung sowie die Energieerzeugung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig stellt die landwirtschaftliche Nutzung der Region die Subsistenzgrundlage überwiegend armer Bevölkerungsgruppen beidseits der Grenze dar. Starker Landnutzungsdruck sowie Mangel an ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Einkommensalternativen haben in der Region zur Degradation und zur rapiden Entwaldung geführt. Das fast völlige Fehlen sozialer und technischer Infrastruktur im haitianischen Grenzgebiet führt zu menschenunwürdigen Lebensumständen der Bewohner. Ungelenkte Migrationbewegungen in Richtung der Dominikanischen Republik bei fehlender grenzübergreifenden Entwicklungsplanung verschärfen die latent vorhanden Konflikte sowohl auf nationaler als auch lokaler Ebene. In den letzten Jahren hat jedoch die grenzübergreifende Kooperation zugenommen und es bestehen Möglichkeiten, diese auszuweiten. ZielDie Bevölkerung beiderseits der Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik ergreift angepasste und abgestimmte Maßnahmen zur Erhaltung und nachhaltigen Bewirtschaftung der Naturressourcen im Einzugsgebiet des Río Artibonito. Durch die Förderung ihrer produktiven Potenziale sind die Lebensbedingungen der Armen verbessert. Die Verbesserung der Lebens- und Einkommensverhältnisse beiderseits der Grenzen wirkt sich konfliktvermeidend aus. Die Verminderung der Degradierung der Natur der Region wirkt sich in beiden Ländern gesamtwirtschaftlich positiv aus. Der Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen ist gebremst, Wasserangebot und -qualität sind stabilisiert, Energie wird effizient gewonnen und genutzt. Örtliche Behörden und lokale Zusammenschlüsse unterstützen diese Entwicklung durch grenzüberschreitende Koordination. Die Partnerbehörden auf staatlicher Ebene koordinieren die Beiträge der verschiedenen Geber in der Region, so dass diese sich gegenseitig ergänzen und deren Effizienz erhöht wird. VorgehensweiseDas Projekt wird auf drei Ebenen beratend tätig: Es unterstützt die jeweiligen nationalen Partnerorganisationen, Träger der Entwicklung auf der kommunalen Ebene (Mittler), vor allem aber auch die eigentlichen Zielgruppen vor Ort. In direkter Zusammenarbeit mit den Zielgruppen und Mittlerorganisationen werden Die beiden nationalen Partnerorganisationen werden in ihrer Koordinationsfunktion für die verschiedenen internationalen Geber und Initiativen unterstützt. Die Abstimmung zwischen beiden Staaten auf nationaler und örtlicher Ebene und die verbesserte Geberabstimmung soll zu einem effizienteren Mitteleinsatz nationaler bzw. internationaler Fördergelder zur Entwicklung der Grenzregion führen. |