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Herr Dr. Ingo Ilja Michels
E-Mail: ingoIlja.michels@giz.de

Central Asia Drug Action Programme (CADAP)

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Central Asia Drug Action Programme (CADAP Phase 5)
Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Finanzier: EuropeAid Development and Cooperation, EU Grant
Land: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan
Politischer Träger: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2013

Ausgangssituation

In den zentralasiatischen Ländern ist die Anzahl der Konsumenten illegaler Drogen, insbesondere von Heroin, in den letzten Jahren stark angestiegen. Infektionskrankheiten und Todesfälle im Zusammenhang mit Hochrisiko-Drogenkonsum nehmen rasant zu. Diese Entwicklungen erfordern ein schnelles, abgestimmtes Handeln. Die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedsstaaten wollen die Länder Zentralasiens bei der Reduzierung des Drogenkonsums unterstützen. Benötigt werden dazu eine fundierte Datenerhebung, die politische Entscheidungsprozesse befördert, evidenzbasierte Behandlungsmethoden für Abhängige, effektive Präventionsmaßnahmen sowie eine gute Vernetzung staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.

Die fünf Staaten Zentralasiens, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, und die EU haben sich mit dem „EU-Drogenaktionsplan 2009-2013“ auf eine verstärkte Kooperation bei der Behandlung und Prävention von Drogensucht geeinigt. Das EU-finanzierte „Central Asia Drug Action Programme“ (CADAP) ist eine wichtige Säule des Aktionsplans. Die aktuelle fünfte Phase von CADAP führt ein Konsortium aus EU-Mitgliedsstaaten unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag der deutschen Bundesregierung durch. CADAP ergänzt das Engagement Deutschlands sowie anderer EU-Mitgliedstaaten im Rahmen der Zentralasienstrategie der EU.

Ziel

Die Drogenpolitik in den zentralasiatischen Ländern entspricht wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernen, vorbildlichen Vorgehensweisen in Europa. Die Staaten sind in internationale Foren und Gremien eingebunden.

Vorgehensweise

Das Drogenaktionsprogramm für Zentralasien (CADAP) fördert die Entwicklung einer umfassenden, effektiven Drogenpolitik, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und gelungenen Beispielen innerhalb der EU. Das Programm unterstützt den schwierigen Übergang von einer aus der Sowjetzeit stammenden, auf Sanktionen basierenden Drogenpolitik hin zu einer modernen Drogenpolitik.

In Abstimmung mit anderen internationalen Projekten unterstützt CADAP die zentralasiatischen Partner in den Bereichen Suchtbehandlung, Drogenprävention und Drogenmonitoring. Darüber hinaus soll CADAP die langfristige Einbindung der zentralasiatischen Staaten in internationale Foren und Gremien sicherstellen.

Das Programm besteht aus vier Komponenten:

  • OCAN (Overall Coordination and Networking)
    (Allgemeine Koordination und Vernetzung; Leitung: GIZ GmbH, Deutschland)
    OCAN stellt die allgemeine Koordinierung des Projektes sicher. Die Komponente unterstützt ferner die Evaluation der Strukturen und Mechanismen in der Drogenpolitik der zentralasiatischen Länder und damit auch einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch. OCAN fördert die Vernetzung der CADAP- Akteure mit internationalen und nationalen Aktivitäten von Weltgesundheitsorganisation (WHO), EU, Global Fund und Nichtregierungsorganisationen.
  • DAMOS (Drug Epidemiology Data Base Collection and Development)
    (Datensammlung und Entwicklung Drogen-Epidemiologie; Leitung: ResAd, Tschechische Republik)
    DAMOS unterstützt die zentralasiatischen Partner bei der Erhebung objektivierbarer Daten zum Drogenkonsum, um eine nachhaltige, auf wissenschaftlicher Grundlage basierende Drogenpolitik zu fördern. Folgende Ziele werden verfolgt:
    • Institutionalisierte Erfassung und Auswertung von Indikatoren zur Messung von Drogenangebot und -nachfrage, Entwicklung eines Drogeninformationssystems sowie effektive Berichterstattung gegenüber nationalen und internationalen Behörden
    • Vernetzung aller Hauptakteure der Datenbereitstellung sowie Aufbau von Kontakten zu relevanten Einrichtungen der EU-Mitgliedsstaaten
    • Engere Kooperation mit der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) in Lissabon
  • TREAT (Treatment Methodologies)
    (Behandlungsmethoden; Leitung: Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS), Deutschland)
    TREAT soll die Einführung effektiver Behandlungsmethoden für Drogensüchtige unterstützen. Zu den Zielen gehören:
    • Entwicklung und Förderung moderner Suchtbehandlungsmethoden im Gesundheitswesen und in Gefängnissen durch Schulungen, Workshops und Konferenzen
    • Studienreisen für Expertinnen und Experten der fünf Partnerländer, um sie mit modernen Behandlungsmethoden für Drogenabhängige in der EU vertraut zu machen
    • Einführung von Evaluationssystemen und -methoden, um die Effektivität der Behandlungsmethoden zu erfassen
    • Sensibilisierung für das Thema Drogenbehandlung und Mobilisierung politischer Unterstützung für nachhaltige Behandlungsangebote
  • MEDISSA (Media and Dissemination Strategies)
    (Mediale Präventionsstrategien; Leitung: National Bureau for Drug Prevention (KBPN), Polen)
    MEDISSA unterstützt nationale Informations- und Präventionskampagnen gegen Drogenmissbrauch, HIV/Aids sowie Hepatitis. Zu den Zielen gehören:
    • Entwicklung zielgruppenspezifischer Informationsmaterialien und Kommunikationsstrategien für Multiplikatoren wie Journalisten, Lehrer und lokale Meinungsführer
    • Unterstützung lokaler Netzwerke zur Suchtprävention
    • Unterstützung der Einrichtung eines Informationsservices über Drogenmissbrauch

Weiterführende Informationen


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Herr Dr. Ingo Ilja Michels
E-Mail: ingoIlja.michels@giz.de
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