Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Reform der beruflichen BildungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Reform der beruflichen Bildung in Serbien
AusgangssituationSerbien befindet sich seit 2000 in einer schwierigen wirtschaftlichen und politischen Transformation. Hohe Arbeitslosigkeit, politische Instabilität und relative politische Selbstisolierung sind die Begleiterscheinungen. Die Umgestaltung wird zudem von Institutionen mit geringen Kompetenzen und Ressourcen sowie unklaren Verfahren durchgeführt. Jugendliche sind von den Härten der Transformation besonders stark betroffen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt weit über dem europäischen Durchschnitt. Achtzig Prozent der Jugendlichen waren noch nie im Ausland. Das Berufsbildungssystem Serbiens, ein schulisches Berufsbildungssystem mit beruflichen Sekundarschulen, muss reformiert werden. Es ist ausgerichtet auf Qualifikationsbedarfe einer Planwirtschaft. Die Bedarfe der sich wandelnden serbischen Wirtschaft erfüllt es nicht. Die Wirtschaft selbst erwartet wenig vom System und zeigt nur geringes Interesse an Ausbildung. ZielJugendliche mit einem erfolgreichen Abschluss an einer beruflichen Sekundarschule haben eine verbesserte Beschäftigungsfähigkeit. VorgehensweiseIm Zentrum des Projekts steht der Umbau der kaufmännischen Berufsausbildung. Beteiligt sind 46 Schulen, das ist mehr als die Hälfte aller kaufmännischen Berufsschulen Serbiens, in 39 Städten mit rund 9.600 Schülerinnen und Schülern sowie mehr als 1.200 Lehrpersonen. Leitidee ist der Aufbau eines funktionsfähigen Teilsystems beruflicher Bildung. Dazu gehören Standardmaßnahmen beruflicher Bildung aber auch Motivation und Organisation engagierter Lehrender und Schulleitungen. Sie nehmen Aufgaben wahr, für deren Erfüllung den Institutionen sowohl Einfühlungsvermögen als auch Personal fehlen. Neue kaufmännische Ausbildungsberufe
Die Ausbildungsprofile sind doppeltqualifizierend angelegt, sie bereiten Jugendliche auf die Arbeitswelt und ein Hochschulstudium vor. Lehrerweiterbildung
Praktische Ausbildung in virtuellen Unternehmen In der praktischen Ausbildung werden auch Firmenmessen simuliert. Alle zwei Jahre stellen Schüler ihre virtuellen Unternehmen und Produkte auf einer nationalen Übungsfirmenmesse vor, ausgewählte Übungsfirmen nehmen auch an internationalen Messen im Ausland teil. Die letzte Übungsfirmenmesse wurde von 2.900 Schülern und Erwachsenen besucht, obwohl sie weit außerhalb Belgrads stattfand. Neue Berufsmatura Selbstorganisation von Lehrpersonal und Schulleitungen Die Lehrer sind im Verband Dositej organisiert, Schulleiter haben einen Schulleiterverband gegründet. Beide Verbände arbeiten mit Partnerverbänden in Deutschland zusammen. Lehrer- und Schulleiterverband unterstützen das Bildungsministerium bei der Reform der beruflichen Bildung. Sie beraten das Ministerium, entwickeln Ausstattungsstandards und Pilotschulen. Die zukünftige Finanzierung dieser Aktivitäten ist gesichert. Schulleiter- und Lehrerverband werden sich aus Dienstleistungen, vor allem Lehrer- und Schulleitertrainings, finanzieren, die von Verbandstrainern erbracht werden. Bis zum Abschluss des Projekts 2012 werden die Verbände so nachhaltig organisiert sein, dass sie als zivilgesellschaftliche Akteure beruflicher Bildung die gemeinsam im Projekt geschaffenen Leistungsstrukturen selbstständig fortführen können. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn 46 Berufsschulen in 39 Städten aller serbischen Regionen wurden fünf neue kaufmännische Ausbildungsprofile eingeführt. Mehr als 9.600 Schülerinnen und Schüler werden nach diesen Profilen ausgebildet. Die Pilotschulen haben bisher mehr als 160 virtuelle Unternehmen gegründet. Das Projekt hat 22 Lehrer zu Trainern ausgebildet. Sie haben mehr als 1.600 Lehrer weitergebildet und sieben Seminarkonzepte mit einer Gesamtausbildungszeit von 580 Stunden entwickelt. Drei weitere Konzepte werden gegenwärtig erstellt. Rund 2.100 Schüler haben die Ausbildung zum Business Administrator, etwa 1.200 Schüler die Ausbildung zum Assistenten der Buchhaltung erfolgreich abgeschlossen. Etwa 250 Lehrerinnen und Lehrer arbeiten neben ihrer Unterrichtsverpflichtung freiwillig in rund 21 verschiedenen Arbeitsgruppen des Projekts mit. 35 Schulleiter beteiligen sich an sechs Schulleiterarbeitsgruppen. Bisher fanden zwei Lernbüromessen statt. Mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Land besuchten die Messen. Der neu gegründete Lehrerverband Dositej wurde mit dem Verband der Lehrer an Wirtschaftsschulen (VLW e.V.) in Deutschland vernetzt. Weiterführende Informationen
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