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Das Programm in Sibirien

Landschaftsbild Sibirien

In Sibirien lebt der größte Teil der deutschen Minderheit der Russischen Föderation. Die meisten Deutschen wurden unter Stalin 1941 nach Sibirien deportiert. Heute leben noch ca. 380.000 Deutschstämmige in Sibirien (einschließlich der Projektregion Südural).

In Halbstadt (Region Altaj) sowie in Asowo (Gebiet Omsk) wurden in den Jahren 1991 und 1992 "Deutsche Nationale Rayons" (Landkreise) neu bzw. wieder gegründet, die auch heute trotz massenhafter Ausreisen nach Deutschland stabil existieren und einen wesentlichen Bestandteil russlanddeutscher Selbstverwaltung darstellen. 

Die Förderung durch das BMI orientiert sich territorial am Anteil der deutschen Bevölkerung in der entsprechenden Region und erfolgt neben den Förderschwerpunkten Altaiskij Krai und Omsker Gebiet auch in den Gebieten Novosibirsk, Tomsk, Kemerowo und Krasnojarsker Krai sowie in weiteren Gebieten östlich des Urals von Tscheljabinsk bis nach Wladiwostock.

Als Pilotprojekt wurde im Altai Krai eine Stiftung gegründet. Das Ziel der Stiftung ist die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Russlanddeutschen, insbesondere derjenigen im Altai Krai unter Wahrung ihres Ethnos zu fördern.  Der Aufsichtsrat der Stiftung „Altai“ ist paritätisch besetzt, zwei Vertreter sind vom Bundesministerium des Innern und zwei von der russischen regionalen und lokalen Administration benannt.

Die Programmarbeit in Sibirien umfasst Förderung in solchen Bereichen wie Bildung, Kultur, Jugendarbeit, humanitäre Hilfen und Wirtschaftsförderung. Die Projektumsetzung erfolgt über:

  • die Stiftung zur Förderung der Russlanddeutschen „Altai“ (Nachfolgeorganisation der  Entwicklungsgesellschaft Halbstadt - EGH);
  • die Entwicklungsgesellschaft Novosibirsk (EGN) mit ihrer Filiale Omsk.

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