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Herr Wolfgang Jessen
E-Mail: wolfgang.jessen@giz.de

Menschenhandel und soziale Sicherung im Westbalkan

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Menschenhandel und soziale Sicherung im Westbalkan (HTSP)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mazedonien, Kosovo, Serbien, Bosnien und Herzegowina
Politischer Träger: Ministerien für Arbeit und Soziales in den beteiligten Ländern
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2013

Ausgangssituation

In den vergangenen zwei Jahrzehnten führten sozio-ökonomische und politische Turbulenzen im Westbalkan einerseits zu einem plötzlichen Anstieg illegaler Migration in die EU, anderseits aber auch zu einer Zunahme des internen Menschenhandels in den einzelnen Ländern. Obwohl sich die Region in einer Phase der politischen Stabilisierung befindet, bleibt der Menschenhandel weiterhin ein Kernproblem sozial marginalisierter Gesellschaftsgruppen. Vor allem junge Menschen ohne Perspektive sind gefährdet. Am Rande der Gesellschaft lebend, bleibt ihnen in Zeiten der sozialen Unsicherheit oft nur der Ausweg über den illegalen Arbeitsmarkt, der ein erster Schritt in den Menschenhandel sein kann. Präventions- und Schutzmaßnahmen wurden bisher noch nicht ausreichend entwickelt.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Prävention von Menschenhandel in den Ländern des Westbalkans sind geschaffen.

Vorgehensweise

Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist es, zur Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Prävention von Menschenhandel in den Ländern des Westbalkans beizutragen. Unterstützt werden die Reformen relevanter Gesetze und nationaler Aktionspläne, die Entwicklung von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die Entwicklung von Strategien und Konzepten sowie die Stärkung der Leistungsfähigkeit der Partner auf regionaler, lokaler, sowie kommunaler Ebene. Eine erfolgreiche Bekämpfung des Menschenhandels im Westbalkan unterstützt das Regionalvorhaben durch vier aufeinander aufbauende Komponenten:

  • Unterstützung der nationalen Ebene zur Stärkung sozialer Strukturen. Die Komponente trägt dazu bei, die staatlichen Partner (Innen- und Sozialministerien) zu befähigen, ihre neue Rolle im Rahmen der Dezentralisierungsprozesse von sozialen Dienstleistungen in Hinblick auf Qualitätssicherung, Supervision und strategisch-konzeptionelle Ausrichtung effektiver wahrzunehmen.
  • Unterstützung der Dezentralisierung des Mechanismus zur Erbringung sozialer Dienstleistungen auf regionaler, lokaler und kommunaler Ebene. Die Komponente stellt Angebote zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der lokalen Zentren der sozialen Arbeit bereit. Synergien mit anderen lokalen Organisationen werden identifiziert und eine Zusammenarbeit auf lokaler Ebene angestrebt.
  • Direkte Unterstützungsmaßnahmen zur Verbesserung sozialer Inklusion der Menschen mit Menschenhandelshintergrund. Die Komponente befähigt Nichtregierungsorganisationen, sich auf die Prävention des Menschenhandels zu konzentrieren und Dienstleistungen zur Integration gefährdeter Gruppen anzubieten.
  • Regionale Zusammenarbeit bezüglich sozialer Sicherung der gefährdeten Gruppen und Verbesserung der Mechanismen zur Erbringung sozialer Dienstleistungen. Die Komponente fördert den länderübergreifenden Dialog und den fachlichen Austausch der Länder auf allen Ebenen. Die Partner sind eingeladen, im regionalen Dialog von Projektmaßnahmen, Methoden und Wirkungen zu lernen und grenzüberschreitende Initiativen zu entwickeln.

Bisher wurden in Mazedonien, Kosovo und Serbien Durchführungsabkommen mit den Sozialministerien abgeschlossen und Operationsplanungen für die nächsten Jahre verabschiedet. Zivilgesellschaftliche Organisationen wurden in allen beteiligten Ländern als Durchführungspartner von Kleinstmaßnahmen ermittelt.


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Herr Wolfgang Jessen
E-Mail: wolfgang.jessen@giz.de
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