Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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HIV/Aids- und SuchtpräventionProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Regionalprogramm Gesundheit Zentralasien – HIV/Aids- und Suchtprävention
AusgangssituationDie Länder Zentralasiens gehören neben Osteuropa zu den Regionen, in denen die HIV-Infektionsraten derzeit am schnellsten ansteigen. Die Epidemie beschränkt sich noch auf Risikogruppen und es gibt ein Zeitfenster, um ein Übergreifen auf die Allgemeinbevölkerung zu verhindern. Umso wichtiger ist es deshalb, umfassende und effiziente Prävention zu betreiben. Die HIV-Infizierten in Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan, fast ausnahmslos Jugendliche, sind überwiegend injizierende Drogenkonsumenten, die sich durch den Gebrauch verunreinigter Spritzen angesteckt haben. Geringes Wissen über die Folgen der Drogensucht und die Infektionswege von HIV verhindern wirksame Prävention. Rand- und Risikogruppen bleiben von Aufklärungsmaßnahmen häufig ausgeschlossen. Es gibt nicht genügend Beratungs- und Betreuungsangebote für Drogenabhängige, wodurch sich das Infektionsrisiko für und durch diese Gruppe erhöht. Suchtprävention und HIV sind bisher nicht hinreichend in die Leistungsangebote der nationalen Bildungs-, Jugend- und Gesundheitspolitik integriert. Botschaften zur Sucht- und HIV/Aids-Prävention werden nicht zielgruppengerecht aufbereitet und zu wenig ansprechend dargeboten, um Verhaltensänderungen zu bewirken. Die Möglichkeiten, Jugendliche in und außerhalb des Ausbildungssystems zu erreichen, werden nicht hinreichend genutzt. Riskante Verhaltensweisen, die eine HIV-Infektion begünstigen, sind daher weit verbreitet. ZielWissensstand, Einstellungen und Verhaltensweisen sind insbesondere bei Jugendlichen in Bezug auf HIV/Aids- und Drogenprävention verbessert. VorgehensweiseDie Maßnahmen des Vorhabens werden in den Sektoren Jugend, Bildung und Gesundheit durchgeführt. Die entsprechenden Ministerien werden beraten, wie sie HIV/Aids- und Suchtprävention in ihre Politiken und Programme integrieren können. Partizipative und interaktive Informationsangebote werden entwickelt. Das Gesundheitsministerium wird in seiner Koordinierungsfunktion unterstützt, das Personal in modernen Kommunikationsmethoden geschult. Nichtregierungsorganisationen und gemeindenahe Organisationen werden institutionell gestärkt, um verbesserte Leistungen in der Jugendarbeit und in der Arbeit mit vulnerablen Gruppen einschließlich Suchtkranker anzubieten. Durch die Einrichtung sogenannter Ressourcenzentren in Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan werden Materialien, Instrumente und Konzepte zur HIV/Aids-Prävention übergreifend verfügbar. Darüber hinaus werden Foren zum regionalen Erfahrungsaustausch und zur Intensivierung der länderübergreifenden Zusammenarbeit geschaffen. Durch diese Maßnahmen können sich Jugendliche, insbesondere vulnerable Gruppen, besser über HIV und Risiken des Drogenkonsums sowie über Unterstützungsangebote informieren. Sie können riskante Verhaltensweisen ändern und sich besser vor einer HIV-Infektion schützen – ein wichtiger Beitrag, um die Ausbreitung der HIV-Pandemie in Zentralasien zu verhindern und die Gesundheit allgemein zu verbessern. |