GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Projekte > Kurzbeschreibungen > Klimatolerante Rehabilitierung degradierter Großlandschaften in Georgien

Ansprechpartner


Herr Dr. Dieter Müller
E-Mail: dieter.mueller@giz.de

Klimatolerante Rehabilitierung degradierter Großlandschaften in Georgien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Klimatolerante Rehabilitierung degradierter Großlandschaften in Georgien
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Land: Georgien
Politischer Träger: Georgisches Ministerium für Umweltschutz und natürliche Ressourcen
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011

Ausgangssituation

Die lokale Bevölkerung hat auf Grund mangelnder Energieträger viele Windschutzstreifen abgeholzt. © GTZ

Die artenreichen, sensiblen Landschaften überwiegend semiarider (halbtrockener) Klimaprägung in Ostgeorgien zählen weltweit zu den am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels bedrohten Gebieten.

Der traditionelle Nutzungsdruck auf natürliche und naturnahe Lebensräume hat sich seit der Unabhängigkeit Georgiens 1991 drastisch erhöht. Raubbau an Wäldern und Schutzpflanzungen in Ermangelung anderer Energieträger sowie Überweidung haben in weiten Teilen des Landes zu großflächigen Degradierungen geführt. Die erwartete Veränderung des Regionalklimas wird die Situation weiter verschärfen. Rehabilitierung der Großlandschaften durch artenreiche und klimatolerante Aufforstungen und Anpassung der bestehenden Landnutzungssysteme an die natürlichen Potenziale sowie die erwarteten Klimaveränderungen, sind zum Erhalt der Produktivität der Lebensräume dringend erforderlich.

Damit wird ein Beitrag zur Verpflichtung Georgiens geleistet, Programme zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln – Länderaktionsplan des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP), Georgien 2006.

Ziel

Degradierte aride und semiaride Steppenlandschaften sind unter den Rahmenbedingungen des Klimawandels rehabilitiert.

Vorgehensweise

Degradierte Windschutzstreifen werden mit lokalen Baumarten, die gegen Klimaveränderungen resistent sind, wieder aufgeforstet. © GTZ

Das Projekt erstellt Potenzialanalysen und entwickelt Konzepte. Relevante Behörden und Partnerorganisationen werden bei der Entwicklung von Kompetenzen und Leistungsfähigkeit unterstützt. Einzelne Maßnahmen werden modellhaft umgesetzt. Zum Konzept der Rehabilitierung gehören neue Landnutzungssysteme auf der Basis traditionellen Wissens. Vordringlich werden die Gebietskörperschaften befähigt, mit ihren verfügbaren Mitteln und Ressourcen die Landschaftsdegradierung zu stoppen und degradierte Flächen zu rehabilitieren. Langfristig sollen die Institutionen in der Lage sein, Rehabilitierungsmodelle in großem Maßstab umzusetzen und weiter zu entwickeln.

Die modellhafte Wiederbegründungen von Windschutzstreifen, die Rekultivierung zerstörter Waldflächen in Verbindung mit angepassten Beweidungsmodellen, Anlage und Darstellung nachhaltiger Bewirtschaftungsmodelle für Energiewald sowie die Erstellung eines Landschaftsplanes für den Distrikt Dedoplistskaro sollen umgesetzt werden.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Auf Regierungsebene wird die Schaffung von politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützt, die für die Umsetzung der Modelle erforderlich sind. Regionale Gebietskörperschaften nutzen die Modellpflanzungen und die technisch-organisatorischen Erfahrungen für weitere Aufforstungen, Landnutzungsformen wie Land-, Weide- und Forstwirtschaft sowie Wind- und Bodenschutzmaßnahmen. Die ländliche Bevölkerung profitiert direkt von der nachhaltigen Sicherung ihres Lebens- und Wirtschaftsraumes und von neuen Möglichkeiten der Nutzung. Erfolgreich umgesetzte Konzepte erhöhen die Bereitschaft zu weiteren staatlichen Investitionen und ermöglichen großräumige Rehabilitierungen degradierter Gebiete.


GIZ-Weltweit

Ansprechpartner


Herr Dr. Dieter Müller
E-Mail: dieter.mueller@giz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login