Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Klimatolerante Rehabilitierung degradierter Großlandschaften in GeorgienProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Klimatolerante Rehabilitierung degradierter Großlandschaften in Georgien
Ausgangssituation
Die artenreichen, sensiblen Landschaften überwiegend semiarider (halbtrockener) Klimaprägung in Ostgeorgien zählen weltweit zu den am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels bedrohten Gebieten. Der traditionelle Nutzungsdruck auf natürliche und naturnahe Lebensräume hat sich seit der Unabhängigkeit Georgiens 1991 drastisch erhöht. Raubbau an Wäldern und Schutzpflanzungen in Ermangelung anderer Energieträger sowie Überweidung haben in weiten Teilen des Landes zu großflächigen Degradierungen geführt. Die erwartete Veränderung des Regionalklimas wird die Situation weiter verschärfen. Rehabilitierung der Großlandschaften durch artenreiche und klimatolerante Aufforstungen und Anpassung der bestehenden Landnutzungssysteme an die natürlichen Potenziale sowie die erwarteten Klimaveränderungen, sind zum Erhalt der Produktivität der Lebensräume dringend erforderlich. Damit wird ein Beitrag zur Verpflichtung Georgiens geleistet, Programme zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln – Länderaktionsplan des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP), Georgien 2006. ZielDegradierte aride und semiaride Steppenlandschaften sind unter den Rahmenbedingungen des Klimawandels rehabilitiert. Vorgehensweise
Das Projekt erstellt Potenzialanalysen und entwickelt Konzepte. Relevante Behörden und Partnerorganisationen werden bei der Entwicklung von Kompetenzen und Leistungsfähigkeit unterstützt. Einzelne Maßnahmen werden modellhaft umgesetzt. Zum Konzept der Rehabilitierung gehören neue Landnutzungssysteme auf der Basis traditionellen Wissens. Vordringlich werden die Gebietskörperschaften befähigt, mit ihren verfügbaren Mitteln und Ressourcen die Landschaftsdegradierung zu stoppen und degradierte Flächen zu rehabilitieren. Langfristig sollen die Institutionen in der Lage sein, Rehabilitierungsmodelle in großem Maßstab umzusetzen und weiter zu entwickeln. Die modellhafte Wiederbegründungen von Windschutzstreifen, die Rekultivierung zerstörter Waldflächen in Verbindung mit angepassten Beweidungsmodellen, Anlage und Darstellung nachhaltiger Bewirtschaftungsmodelle für Energiewald sowie die Erstellung eines Landschaftsplanes für den Distrikt Dedoplistskaro sollen umgesetzt werden. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeAuf Regierungsebene wird die Schaffung von politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützt, die für die Umsetzung der Modelle erforderlich sind. Regionale Gebietskörperschaften nutzen die Modellpflanzungen und die technisch-organisatorischen Erfahrungen für weitere Aufforstungen, Landnutzungsformen wie Land-, Weide- und Forstwirtschaft sowie Wind- und Bodenschutzmaßnahmen. Die ländliche Bevölkerung profitiert direkt von der nachhaltigen Sicherung ihres Lebens- und Wirtschaftsraumes und von neuen Möglichkeiten der Nutzung. Erfolgreich umgesetzte Konzepte erhöhen die Bereitschaft zu weiteren staatlichen Investitionen und ermöglichen großräumige Rehabilitierungen degradierter Gebiete. |
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