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Frau Aleksandra Dimic-Ugrinaj
E-Mail: aleksandra.dimic@giz.de

Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2013

Ausgangssituation

Serbien. Teilnehmerin des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan Ana Gajic © GIZ

Mit der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre in allen Ländern des Westbalkans ist in den Wachstumsbranchen ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften verbunden. Nachwuchskräfte in Serbien, Montenegro, Kosovo, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Albanien und Mazedonien, die in den Arbeitsmarkt eintreten, sind jedoch vielfach nicht ausreichend für die Anforderungen der Unternehmen qualifiziert. Die Ausbildung an den Universitäten ist stark theoretisch ausgerichtet. Praktika sind in der Regel kein verpflichtender Bestandteil der Ausbildung und werden von Unternehmen kaum angeboten. Infolgedessen fehlen den jungen Graduierten oft Kompetenzen und Erfahrungen, um theoretisches Wissen praktisch umzusetzen.

Ziel

Die Beschäftigungsfähigkeit junger Nachwuchskräfte in den Ländern des Westbalkans ist verbessert. Der wirtschaftliche Wiederaufbau wird unterstützt und ein Netzwerk für die deutsche Wirtschaft in der Region etabliert.

Vorgehensweise

Serbien. Teilnehmer des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan Predrag Zlatovic © GIZ

Das Vorhaben ermöglicht jungen Nachwuchskräften, Praxiserfahrungen in deutschen Unternehmen zu sammeln und den wirtschaftlichen Aufbau in ihren Heimatländern zu unterstützen. In enger Kooperation mit der deutschen Wirtschaft werden Betriebspraktika in deutschen Unternehmen an hochqualifizierte Studierende und junge Graduierte aus den teilnehmenden Ländern vermittelt sowie ein Rahmenprogramm für die Stipendiatengruppen, regionale Nachtreffen und weitere Alumni-Aktivitäten organisiert.

Mit dem Programm wird der wirtschaftliche Wiederaufbau in den Ländern des Westbalkans unterstützt und ein Netzwerk für die deutsche Wirtschaft in der Region etabliert. Gleichzeitig wird Know-how aus Deutschland an die Wirtschaft in den Ländern transferiert und das Image der Wirtschaftskooperation mit der Region in der deutschen Öffentlichkeit gestärkt.

Regionale Zusammenarbeit und Aussöhnung im Westbalkan sollen außerdem durch die Förderung von Vernetzung und Austausch unter den Stipendiaten der einzelnen Länder vorangebracht werden. Das Vorhaben schließt so an Strategien der regionalen Kooperation auf dem Westbalkan, der Aussöhnung sowie der europäischen Integration an.

Das Stipendienprogramm wird vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) durchgeführt. Wichtige Partner sind die Zoran-Djindjic-Stiftung in Belgrad sowie die Büros der deutschen Außenhandelskammern (AHK) in den Ländern.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Einschließlich des Jahrgangs 2010 haben bislang 280 Studenten und junge Graduierte ein Praktikum in rund 65 führenden deutschen Unternehmen absolviert. Verbleibstudien der Jahrgänge 2004 bis 2009 zeigen, dass von den Absolventinnen und Absolventen:

  • rund 30 Prozent nach ihrer Rückkehr ihre Studien fortsetzten,
  • 9 Prozent bei einer nationalen Institution im Heimatland beschäftigt sind,
  • 18 Prozent für ein nationales Unternehmen in ihrem Heimatland,
  • 16 Prozent für ein ausländisches Unternehmen,
  • 20 Prozent für das gleiche Unternehmen arbeiteten, bei dem sie zuvor das Praktikum absolviert haben.
  • 6 Prozent arbeiteten für ein anderes deutsches Unternehmen,
  • nur 1 Prozent war arbeitssuchend.

Ein branchenübergreifendes Netzwerk junger, gut qualifizierter Nachwuchskräfte in der gesamten Region wurde darüber hinaus aufgebaut. Das Programm genießt große politische Aufmerksamkeit sowohl bei den Partnern als auch auf deutscher Seite.

Unter den bislang 60 führenden Unternehmen, die Stipendiaten zur Ausbildung aufnahmen, waren die Deutsche Bank AG, Daimler AG, Metro AG, Siemens AG, Bilfinger Berger Industrial Services AG, SAP AG, PricewaterhouseCoopers AG WPG, SMS Demag AG, E.ON Ruhrgas AG, Deutsche Telekom AG, Commerzbank AG, Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG, WAZ Mediengruppe, MAN Ferrostaal AG, LEMKEN GmbH & Co. KG, RWE Aktiengesellschaft, GAZPROM Germania GmbH, ThyssenKrupp AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Software AG, John Deere, KION GROUP GmbH, TUI AG und Volkswagen AG.

Albanien und Serbien. Teilnehmer des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan Klodeta Idrizi und Sasa Tatar © GIZ

Weiterführende Informationen


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