GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

Suche 
Projekte > Kurzbeschreibungen > Berufliche Bildung in Nordost-Albanien

Ansprechpartner


Frau Ulrike Gantzer-Sommer
E-Mail: ulrike.gantzer-sommer@giz.de

Berufliche Bildung in Nordost-Albanien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Berufliche Bildung in Nordost-Albanien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Albanien
Politischer Träger: Ministerium für Bildung und Wissenschaft
Gesamtlaufzeit: August 2008 bis Dezember 2010

Ausgangssituation

Im armen Nordosten Albaniens sind die Beschäftigungsmöglichkeiten gering. In den Städten beträgt die Arbeitslosigkeit über fünfzig Prozent. Die albanische Regierung investiert zwar erheblich in die (Grundschul-) Bildung, aber nur knapp die Hälfte der Grundschulabgänger erhält einen Sekundarschulabschluss. In den Kreisen Dibra und Kukes fehlen funktionierende gewerblich-technische Berufsschulen. Die zur beruflichen Ausbildung zählenden Wirtschaftsgymnasien sind auf das Erlangen des Abiturs ausgerichtet. Trainingszentren für nachholende Qualifizierung gibt es nicht.

Jugendliche sind deshalb nicht darauf vorbereitet, Arbeit und Einkommen zu finden. Als Grundschulabgänger werden sie nur informell beschäftigt. Auch mit Abitur stehen ihnen nur unqualifizierte Stellen offen. Ihre Perspektiven sind daher der Verbleib (in landwirtschaftlicher Tätigkeit) in der Region oder die Migration in städtische Ballungsräume oder ins Ausland. Im besten Fall können die Jugendlichen dort eine weitere Ausbildung beginnen. Im schlechtesten Fall vergrößern sie die Zahl der sozial nicht abgesicherten Arbeitslosen oder der illegalen Emigranten.

Ziel

Jugendliche in Nordost-Albanien haben bei Schulabschluss eine konkrete berufliche Perspektive. Absolventinnen und Absolventen der beruflichen Schulen haben eine größere Beschäftigungsfähigkeit und sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Vorgehensweise

Das Projekt startet mit einem Dialog zwischen regionalen Ausbildungsanbietern, Arbeitsämtern und der Wirtschaft. Als erste Aufgabe wurde im August 2008 eine Arbeitsmarktanalyse in der Region begonnen. Arbeitskräftebedarf sowie die benötigten Qualifikationen werden ermittelt. Außerdem wird untersucht, wie sich die regionalen Erwerbsmuster nach Geschlechtern, benachteiligten Gruppen und Alter darstellen.

Anschließend werden Berufsfelder und Lernfächer festgelegt. Das Kompetenzprofil für diese Berufe wird in Standards definiert, die der Lehrplanentwicklung mit theoretischen und praktischen Inhalten dienen. In Arbeitsgruppen aus Lehrpersonal und Vertretern der Wirtschaft wird der Prozess der Lehrplanentwicklung von Experten trainiert und durchgeführt. Abschlussprüfungen sollen landes- und europaweit anerkannt sein. Lehrpläne, Ausbildungsdauer, Ort und Spezialisierung werden flexibilisiert.

Durch Berufsberatung, Praxisnähe im Unterricht, Praktika und Projekte bereitet die GTZ Jugendliche auf ihren Eintritt in den Arbeitsmarkt vor. Die Beratung der Institutionen in den vier Kreisen zielt auf die Zusammenarbeit mit Sozialpartnern und die Förderung von Kompetenzen, damit eine praxisorientierte Berufsausbildung gemeinsam geplant und umgesetzt wird.

Das Projektteam in Shkodra besteht aus einer deutschen und einer albanischen Langzeitfachkraft, die von internationalen und albanischen Kurzzeitfachkräften unterstützt werden. Dem Team steht ein Budget für die Modernisierung von Lehrmaterialien zur Verfügung.


GIZ-Weltweit

Ansprechpartner


Frau Ulrike Gantzer-Sommer
E-Mail: ulrike.gantzer-sommer@giz.de
© © Copyright by GIZ. Alle Rechte vorbehalten.
Jobs und Karriere | Publikationen | Newsletter | Ausschreibungen | Presse | Kontakt | Sitemap | Login