Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Programm Wirtschafts- und BeschäftigungsförderungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Programm Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
AusgangssituationNoch vor zwanzig Jahren prägten Hungerflüchtlinge das Bild des Landes. Nach einer Dekade der Stabilisierung beginnt 2000 eine umfassende Entwicklung, mit Wachstumsraten von bis zu 6 Prozent im Jahr. Trotz der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wies Albanien 2009 noch ein Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent auf. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen liegt inzwischen bei 2.400 Euro. Die regionalen Unterschiede sind jedoch groß. Besonders in den Nordprovinzen und Bergregionen ist Armut noch weit verbreitet und nach wie vor leben 17 Prozent der Bevölkerung von weniger als 2 US-Dollar pro Tag. Geringe Wertschöpfung sowie Arbeitslosigkeit sind die Hauptursachen der Armut. ZielDie Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in ausgewählten Sektoren und Regionen ist erhöht. Die einschlägigen Ministerien, die Wirtschaftsförderungsinstitutionen der Städte und Regionen sowie private Dienstleister wie Kammern und Verbände arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der Investitionsbedingungen. VorgehensweiseDas Programm umfasst drei Komponenten:
Das Zusammenspiel von öffentlichen und privaten Institutionen wird praxisnah eingeübt durch gemeinsame konkrete Projekte und strategische Beratung. Beispiele sind gemeinsame Messeauftritte, der Aufbau eines IT-Clusters sowie die Entwicklung von Regionalentwicklungsplänen unter Einbindung von Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Besondere Förderung erhalten die drei erfolgversprechenden Sektoren Tourismus, Bekleidungsindustrie und der Softwareentwicklung sowie die Landwirtschaft, die nach wie vor die Hälfte der Bevölkerung beschäftigt. Der Abbau von spezifischen Hürden für Unternehmerinnen ist ein weiteres Anliegen des Programms. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Städte Korça, Shkodra und Tirana haben Wirtschaftsförderungsbüros eingerichtet, die die lokale Wirtschaft gezielt unterstützen. Die Kreise Lezha und Shkodra haben mit Beteiligung der Bevölkerung Regionalentwicklungskonzepte erarbeitet. Der 2009 gegründete nationale Tourismusverband ATA zählt 150 aktive Mitglieder und artikuliert die Interessen der Branche gegenüber der Regierung. Der Tourismusstandort Albanien und der vom Programm geförderte sanfte Bergtourismus sind in internationalen Medien und Angeboten von Reiseveranstaltern präsent. In den Schwerpunktsektoren wurden Betriebe bei der Einführung moderner Verfahren unterstützt. So erhielten fünf Unternehmen die Zertifizierung nach HACCP/GAP, fünf weitere konnten Aufträge deutscher Partnerfirmen gewinnen. Mit dem Landwirtschaftsministerium wurden in Vorbereitung des Programms für Heranführungshilfe der EU (IPA) wichtige Schritte unternommen: zur Erarbeitung des Programms für Ländliche Entwicklung 2011 – 2013 sowie zum Aufbau einer EU-konformen Verwaltungsstruktur (IPA Operating Structure). |
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