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AnsprechpartnerBüroadresse
Kontakt vor Ort: Frau Belgin Baykal
Standort GTZ Office Ankara And Sokak 8/6 06680 Cankaya Ankara Turkey/ Turquie Tel.: +90 312 466-7080 Fax: +90 312 467-7275 E-Mail: buero@gtz-ankara.com |
Die GTZ in der Türkei
Gegenwärtig werden die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei durch die türkische Kandidatur für den Beitritt zur Europäischen Union (EU) charakterisiert. Die Anfänge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gehen bis in die 60er-Jahre zurück. Ausgelöst wurden sie durch das „Abkommen von Ankara“ zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Türkei. Auf der Grundlage dieses Assoziationsabkommens wurde zwischen der EU und der Türkei 1995 eine Zollunion konstituiert. Im März 2003 beschloss die EU eine überarbeitete Beitrittspartnerschaft, die neben Reformprioritäten finanzielle Unterstützungsleistungen vorsieht. Auf ihrer Grundlage hat die türkische Regierung ein umfangreiches "Nationales Programm" zur Übernahme des europäischen Rechtsbestands (Acquis Communautaire) entwickelt. Das türkische Parlament hat bisher in insgesamt sieben größeren Reformpaketen inklusive einer Verfassungsänderung einen großen Teil der EU-Vorgaben zur Beitrittspartnerschaft gesetzgeberisch realisiert.
Neben der EU wird die Türkei von der Weltbank und vor allem dem Internationalen Währungsfonds (IWF) finanziell unterstützt. Die bisherigen Beistandsabkommen mit dem IWF sollen 2004 durch ein weiteres Abkommen ergänzt werden. Von der türkischen Regierung wird zurzeit ein entsprechendes Regierungsprogramm für die Jahre 2005 bis 2007 erarbeitet. Kernbereiche sind: mittelfristiger Abbau der Staatsschulden, weitere Reduzierung der Inflation, Stabilisierung des wirtschaftlichen Aufschwungs, Abbau der Arbeitslosigkeit, Einhaltung einer stringenten Finanzpolitik, Reform der Steuerverwaltung und des Finanzsektors, Beschleunigung der Privatisierung, Verbesserung der Staatseinnahmen und Schaffung investitionsfreundlicher Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in der Türkei auf folgende Schwerpunktbereiche: Regional konzentriert sich derzeit die Förderung auf die wirtschaftlich weniger entwickelten Provinzen der Türkei. Bei der Vorbereitung, Durchführung und Bewertung von Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit nutzt die GTZ gezielt Instrumente zur Feststellung der entwicklungspolitischen Gesamtwirkungen der jeweiligen Projektmaßnahmen. Zur Unterstützung der Zusammenarbeit mit der Türkei wurde 1996 in Ankara ein „Büro für deutsche Entwicklungszusammenarbeit – GTZ“ eröffnet, in dem seit 1998 auch die KfW vertreten ist. |