Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Ansprechpartner
GIZ-Koordinationsbüro Tadschikistan
Landesdirektor/in Stefan Erber E-Mail: stefan.erber@giz.de Standort Ul. Sowjetskaja 107 734001 Duschanbe Tadschikistan Tel.: +992 44 6000107 Fax: +992 44 6006787 E-Mail: stefan.erber@giz.de |
Tadschikistan
Die GTZ unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit 1995 Tadschikistan beim wirtschaftlichen Wiederaufbau und fördert den langwierigen und von Rückschlägen gekennzeichneten Transformationsprozess von einer zentralistisch gesteuerten Plan-, zu einer wettbewerbsorientierten sozialen Marktwirtschaft. Tadschikistan verfügte während der Sowjet-Ära über das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen und erhielt deshalb aus Moskau die höchsten finanziellen Transferleistungen. Das Land war von Nahrungsmittelimporten der anderen Sowjetrepubliken abhängig und lieferte dafür Rohbaumwolle und Aluminium. Der Wegfall dieser Transfers und der subventionierten Importe, der Bruch traditioneller Austauschbeziehungen in Verbindung mit dem fünfjährigen Bürgerkrieg nach der Unabhängigkeit hatten eine negative Auswirkung auf die bereits schwache Wirtschaft des Landes. Aluminium und Baumwolle dominieren nach wie vor die tadschikische Exportwirtschaft. Andere Wirtschaftssektoren sind erst langsam im Entstehen und nehmen an Bedeutung zu, insbesondere die Leicht-, die Bauindustrie und der Dienstleistungssektor. Das Land ist von internationalen Finanzhilfen abhängig. Der Bürgerkrieg und seine Folgen führten zu einer starken Abwanderung der wissenschaftlichen und technischen Intelligenz, deutscher und russischer Herkunft. Der Fokus der Technischen Zusammenarbeit hat sich inzwischen auf die Reform des Grundbildungswesens und auf die Unterstützung der Wirtschaftsreform verlagert. Ländliche Gebiete in denen über 70 Prozent der Bevölkerung leben sind deutlich stärker von der Armut betroffen als urbane Zentren. Etwa Dreiviertel der Bevölkerung leben heute unterhalb der Armutsgrenze. Mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank hat die Regierung ein Strategiekonzept zur Armutsbekämpfung entwickelt, die wirtschaftliche Stabilität des Landes wird darin als Grundpfeiler der Armutsbekämpfungsstrategie anerkannt. Seit 1996 unterhält die GTZ ein Koordinierungsbüro in Duschanbe. |