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GTZ Weltweit > Europa, Kaukasus und Zentralasien > Kirgisistan

Ansprechpartner


Herr Hagen Ettner, GTZ-Zentrale in Eschborn
E-Mail: hagen.ettner@gtz.de

GTZ-Regionalbüro Kirgisistan

Büroleiter
Herr Dr. Kurt Wagner
E-Mail: kurt.wagner@gtz.de

Standort
ul. Panfilova 150
720040 Bischkek
Kirgisistan

Tel.: +996-312-909070
Fax: +996-312-909080
E-Mail: coordination@gtz.kg

Die GTZ in Kirgisistan

Kirgistan in Europa, Kaukasus und Zentralasien. © GTZ 2004.

Kirgisistan ist ein Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Seit den frühen 1990er-Jahren führt die GTZ dort hauptsächlich Programme und Projekte im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch. Neuerdings sind vor allem das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in Kirgisistan entwicklungspolitisch aktiv.

Im Übergang von zentralistisch gesteuerter Planwirtschaft zu wettbewerbsorientierter, sozialer Marktwirtschaft steht Kirgisistan vor sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Der politische und wirtschaftliche Umbruch nach der Staatsgründung, in Verbindung mit zunehmendem internationalem Wettbewerb, führte zu sozialen Konflikten und regionalen Disparitäten. Diese entluden sich im März 2005 in mehrtägigen Unruhen, die einen Machtwechsel brachten. Die politische Lage ist seitdem angespannt.

Mehrere Faktoren haben die Armut in Kirgisistan im letzten Jahrzehnt rapide ansteigen lassen: regionale Hemmnisse im Zoll- und Handelsverkehr, eine schwerfällige Verwaltung, ein relativ kleiner Binnenmarkt mit geringer Kaufkraft, einseitige Exportabhängigkeiten und die Unterbrechung früherer Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programm – UNDP) leben 41 Prozent der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze. Die verarbeitende Industrie brach in Folge der Auflösung der Sowjetunion nahezu komplett zusammen. Derzeit leidet Kirgisistan unter einer enorm hohen Inflation, die für das Jahr 2008 auf mindestens 30 Prozent geschätzt wird.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich im Einklang mit der nationalen Entwicklungsstrategie (Country Development Strategy – CDS) auf den Schwerpunkt nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Um die landesweite Armut zu senken, sind wirtschaftliche Stabilisierung, Beschleunigung der Strukturreformen und Abbau der Schuldenlast vordringliche Ziele der CDS. Die GTZ leistet mit ihren Projekten einen flankierenden Beitrag zur Entwicklung der Privatwirtschaft, fördert das berufliche Bildungswesen und bietet Mikrofinanzdienstleistungen an.

Weitere Projekte und Programme unterstützen das Gesundheitssystem sowie die Rechts- und Justizreform. In den letzten Jahren gab es in Zentralasien einen Trend von bilateralen zu regionalen, länderübergreifenden Programmen und Projekten, der sich voraussichtlich fortsetzen wird.

Seit 1992 ist die GTZ mit einem Koordinationsbüro in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vertreten.

Nomadenzelt in einer typischen Landschaft in Kirgisistan. © GTZ

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