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Präventionskampagne in der Ukraine: Gib AIDS keine Chance!

Präventionskampagne in der Ukraine: Gala-Konzert im Sportpalast von Kiew.

Gala-Konzert im Sportpalast von Kiew als Startschuss

HIV/AIDS ist ein Thema, das häufig nur mit afrikanischen Ländern in Verbindung gebracht wird. Dabei stellt die Krankheit auch in europäischen Ländern eine ernste Gefahr dar. So sind in der Ukraine nach aktuellen Schätzungen mehr als 1,6 Prozent der 15- bis 49-Jährigen infiziert, etwa jeder Sechzigste dieser Bevölkerungsgruppe. Das ist die höchste Infektionsrate in Europa. Aufklärungsarbeit ist dringend erforderlich.

„Ne dai SNIDu schans – Gib AIDS keine Chance!“ ist nun überall in der Ukraine zu lesen. Am 1. Dezember 2009, dem Welt-AIDS-Tag, wurde die erste nationale Präventionskampagne offiziell vorgestellt. Eine eigens vom ukrainischen Gesundheitsministerium für die Kampagne einberufene Arbeitsgruppe besteht aus Expertinnen und Experten des Ministeriums und der GTZ.

Auf einer Pressekonferenz wiesen der Vize-Gesundheitsminister, Valeriy Bidniy, und die Leiterin des Komitees zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und anderer sozial gefährlicher Krankheiten, Svitlana Cherenko, eindringlich auf die HIV/AIDS-Situation in der Ukraine hin, besonders auf die hohe Neuinfektionsrate. Sie riefen vor Vertretern der wichtigsten nationalen Printmedien und Fernsehsender zu Solidarität mit den Betroffenen auf und betonten, wie wichtig die Unterstützung Deutschlands bei der Bekämpfung von HIV/AIDS in der Ukraine sei.

Die Kampagne wurde mit einem Gala-Konzert im Sportpalast von Kiew vor über 10.000 Gästen feierlich eröffnet (Bild oben). Jenny Bluhm, Mitarbeiterin im GTZ-Büro Deutsche Öffentliche Auftraggeber, verfolgte die Gala vor Ort und zeigt sich begeistert über den gelungenen Auftakt der Kampagne: „Gemeinsam mit unserem ukrainischen Partner stehen wir bei der Bekämpfung von HIV/AIDS vor einer großen Herausforderung. Diese positive öffentliche Resonanz und das hohe Medieninteresse geben nun der Kampagne den Schwung, den sie braucht, um wirklich etwas zu bewirken.“

Die Kampagne ist Baustein der deutsch-ukrainischen Partnerschaftsinitiative zur Bekämpfung von HIV/AIDS, die die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit gestaltet.  Die Initiative fördert Kooperationen zwischen deutschen und ukrainischen Institutionen, Kliniken und NGO und verbessert Prävention, Behandlung, Pflege und Folgenlinderung von HIV/AIDS. Begleitende Aufklärungsarbeit soll dem Anstieg der Neuinfektionen entgegenwirken und Vorurteile bekämpfen, die oft zur gesellschaftlichen Ausgrenzung führen.

Die Initiative ist eng verzahnt mit den Aktivitäten zweier BMZ-Projekte: „Gesundheitsreform und Aids-Prävention“ und „HIV/AIDS Bekämpfung in Osteuropa“. Das Büro Deutsche Öffentliche Auftraggeber stellt dabei die inhaltliche Abstimmung der Projekte und Programme unterschiedlicher deutscher Bundesministerien sicher. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit zeigt, dass so die Wirkung und Reichweite aller Maßnahmen deutlich erhöht werden kann.


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