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Projekte > Kurzbeschreibungen > Privatwirtschaftsförderungsprogramm Aserbaidschan

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Herr Marc Beckmann
E-Mail: marc.beckmann@giz.de

Privatwirtschaftsförderungsprogramm

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Privatwirtschaftsförderprogramm Aserbaidschan
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Aserbaidschan
Politischer Träger: Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung der Republik Aserbaidschan
Gesamtlaufzeit: 2004 bis 2011

Ausgangssituation

Seit 2000 verzeichnet die Wirtschaft Aserbaidschans beachtliche Wachstumsraten. Diese Entwicklung wird hauptsächlich von der stark gestiegenen Öl- und Gasförderung getragen, die mehr als vierzig Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Andere Nicht-Ölsektoren konnten mit dieser Entwicklung bislang nicht Schritt halten. Vor allem Betriebe in den ländlichen Regionen Aserbaidschans leiden unter den ungünstigen Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Diversifizierung des Nicht-Erdölsektors und freier Außenhandel sind daher erklärte wirtschaftspolitische Ziele der aserbaidschanischen Regierung, die auch den Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) anstrebt.

Ziel

Die Voraussetzungen für die Entwicklung der Privatwirtschaft im Nicht-Ölsektor Aserbaidschans sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Programm unterstützt die Entwicklung von Förderrichtlinien und Gesetzesvorlagen. Staatliche und privatwirtschaftliche Institutionen werden bei der umfassenden Entwicklung ihrer Kompetenzen, Potenziale und Strukturen beraten. Beratung wird auch zur Investitionsförderung geleistet und zur Verbesserung des Wirtschaftsklimas durch die Einrichtung eines nationalen Think Tanks.

Angesichts des bevorstehenden Beitritts Aserbaidschans zur WTO müssen internationale Richtlinien eingehalten werden. Das Programm unterstützt diesen Prozess durch die Einführung einer Strategie zur Verbesserung des nationalen Standardisierungssystems, die Einrichtung einer Auskunftsstelle zu technischen Handelsbarrieren nach Erfordernissen der WTO sowie die Einrichtung von Trainingszentren und Qualifizierungsmaßnahmen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch gezielte Förderung von Unternehmenskontakten zu ausländischen Unternehmen konnten Investitionspartner für aserbaidschanische Unternehmen gefunden und Exportaufträge gesichert werden. Das entstehende Wachstum in den Firmen führt zu mehr Beschäftigung und höheren Gewinnen. Gemeinsam mit der nationalen Exportagentur Azpromo wurden Exportverbände für die Sparten Fruchtsäfte und Nüsse aufgebaut und der Zugang zu internationalen Märkten für Unternehmer geschaffen.Das Partnerministerium wurde bei der Entwicklung seiner Leistungsfähigkeit unterstützt, insbesondere im Bereich ausländische Direktinvestitionen und Privatisierung. Internationale, erfolgreiche Beispiele wurden im Hinblick auf die geplante wirtschaftliche Freihandelszone vorgestellt.

Auf regionaler Ebene wurden nachhaltige Erfolge erzielt. So konnten beim Teeanbau die Erträge um die Hälfte gesteigert werden. In der Region wurde ferner ein Wirtschaftszentrum eingerichtet, das lokale Unternehmer durch Beratung und Fortbildung unterstützt.


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