Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe (ENÜH)
Wiederaufbau Afghanistan – Entwicklungsprozesse flächendeckend in Gang setzen Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) sowie des Auswärtigen Amtes (AA) führt die GTZ in fünf Provinzen im Norden und Nordosten Afghanistans Vorhaben der Entwicklungsorientierten Not- und Übergangshilfe durch. Es handelt sich um schnell sichtbare Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, soziale Basisdienste wie Bildung oder Gesundheit und Förderung der landwirtschaftlichen Produktion. Die Maßnahmen werden zunächst in ausgewählten Schwerpunktdistrikten umgesetzt, die eine hohe Signalwirkung versprechen. Gemeinden im Umkreis der Kernprojekte können Projektanträge stellen, die teilweise aus einem Distriktentwicklungsfonds finanziert werden. Nach der Genehmigung führen die Gemeinden die Projekte mit Unterstützung der GTZ in Eigenregie durch. Um entlegenere Gebiete zu erreichen, wurde auf Provinzebene ein weiterer Entwicklungsfonds eingerichtet, der demselben Muster folgt. Seit 2007 sind im Nordosten allein durch die Entwicklungsfonds 473 Kleinprojekte unterschiedlichster Art durchgeführt worden: der Bau von Brücken und Straßen, Rehabilitierung von Wassersystemen und Kliniken, die Ausstattung von Schulen oder Beschäftigungsförderung durch Ausbildung. Die Vorhaben haben eine große Flächenwirkung und sichern der Bevölkerung ein temporäres Einkommen. Die Gemeindeverwaltungen handeln eigenverantwortlich. Sie sind von Anfang an aktiv am Wiederaufbau der in 30 Jahren Kriegsjahren zerstörten Region beteiligt. Der Erfolg der umgesetzten Projekte bestärkt sie darin, ihre Verantwortung als Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft wahrzunehmen. Die Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe schafft durch ihre Arbeit wichtige strukturelle Voraussetzungen, um in Afghanistan einen nachhaltigen Wiederaufbau zu ermöglichen.
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