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Herr Simon Bergmann
E-Mail: simon.bergmann@giz.de

Beratung zur Energieeffizienz

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beratung zur Energieeffizienz
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Montenegro
Politischer Träger: Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Energie, Montenegro – Abteilung für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Gesamtlaufzeit: Januar 2008 bis Dezember 2010

Ausgangssituation

Neben dem Tourismus sind Stahl- und Aluminiumerzeugung in Montenegro wichtige, aber energieintensive Wirtschaftszweige. Das Aluminiumwerk „Kombinat Aluminium Podgorica“ (KAP) ist allein für 44 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich. Einen hohen Strombedarf haben außerdem Haushalte für Heizung und Kühlung. 48 Prozent des Heizenergiebedarfs wird über Strom gedeckt, weitere 42 Prozent über Biomasse. Der Stromsektor ist bisher nicht liberalisiert, die Strompreise sind niedrig, aber in der Tendenz steigend. Montenegro muss ein Drittel seiner Energie mit hohen Kosten importieren.

Die ineffiziente Energienutzung behindert den Wettbewerb und die Entwicklung des produzierenden Gewerbes. Der Stromversorger ist nicht in der Lage, die wachsende Nachfrage und die ineffiziente Energienutzung durch Steigerung der Erzeugungskapazitäten auszugleichen. Mit Ausnahme der Hydroenergie werden die Potenziale erneuerbarer Energiequellen bisher kaum genutzt. Ähnliches gilt für die Einsparpotenziale in der Industrie, den kleinen und mittelständischen Unternehmen und den Privathaushalten. Energieeinsparungen zwischen 20 und 40 Prozent sind kurzfristig möglich. Entsprechende Lösungen müssen weiterentwickelt und umgesetzt werden.

Ziel

Die montenegrinische Regierung setzt die Ziele der Energiestrategie 2025 und des Energieeffizienz-Aktionsplans 2012 um.

Vorgehensweise

Das Thema Energieeffizienz hat vorrangige Bedeutung für die montenegrinische Regierung. Mithilfe der Energiestrategie 2025 und des Energieeffizienz-Aktionsplans 2012 sollen mehrere Ziele erreicht werden:

  • Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch wird kontinuierlich erhöht.
  • Durch Energie-Einsparstrategien wird dem Energieverbrauchsanstieg entgegengewirkt.
  • Die Voraussetzungen für eine Verbreitung ausgewählter energiesparender Technologien werden verbessert.
  • Ökologische Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden gefördert.

Das Projekt berät das Partnerministerium bei der Umsetzung der im Aktionsplan definierten Maßnahmen. Der Träger und die Durchführungsorganisationen werden bei der Entwicklung institutioneller Politik- und Umsetzungsrichtlinien unterstützt.

Mit Unterstützung des Projekts soll eine nationale Energie-Einsparagentur aufgebaut werden. Die Energieeffizienzsteigerung des privaten und öffentlichen Gebäudesektors wird vorrangig betrieben. Internationale Fachkräfte unterstützten lokale Energieberater on-the-job. Erfolgsgeschichten (Best Practices) und Erfahrungsberichte (Lessons Learnt) sind die Basis für Ausbildungsinhalte und die Vermittlung international anerkannter Standards zur Energieeinsparung.

Gemeinsam mit dem Privatsektor (Bosch Thermotechnik, Deutschland) wird ein Projekt zur Einführung energieeffizienter Wärmeerzeuger und solarer Warmwasseraufbereitung fachlich unterstützt.

Schwerpunkte der Fördermaßnahmen sind Personalentwicklung, Vermittlung internationaler Lernerfahrungen, Einbindung privatwirtschaftlicher Initiative bei Entwicklung und Einsatz angepasster Technologien sowie Qualitätskontrolle. Dem Ausloten und Erschließen neuer Märkte für Energieeffizienz und erneuerbare Energien und der Entwicklung neuer, angepasster Technologien wird höchste Aufmerksamkeit gewidmet.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die montenegrinische Regierung hat im August 2008 das „Jahr der Energieeffizienz“ ausgerufen. Unter Federführung des Projekts werden ab Oktober 2008 zwölf Monate lang zahlreiche Aktivitäten zum Thema Energieeffizienzsteigerung durchgeführt. Das Projekt koordiniert die Maßnahmen und Aktivitäten anderer internationaler Geber wie KfW Entwicklungsbank, Weltbank, Global Environment Facility (GEF), Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (The European Bank for Reconstruction and Development – EBRD) und Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP).


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