GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Schwerpunkte in Montenegro

Die Wirtschaft Montenegros wurde nach dem Zerfall Jugoslawiens von den Sanktionen der UN hart getroffen. Augenblicklich bewegt sie sich in einem Reformprozess in Richtung Marktwirtschaft, begleitet von Privatisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen. In Montenegro herrschen große strukturelle Unterschiede zwischen dem armen Norden, der mit Industrie und Verwaltung vergleichsweise gut entwickelten Mitte und dem Süden mit dem Tourismus der Adriaküste. Der Tourismus an der Küste entwickelt sich zwar sichtbar, wettbewerbsfähige Betriebe anderer Branchen sind dagegen selten.

Grundvoraussetzung einer zukünftigen Mitgliedschaft in der EU ist unter anderem eine Übernahme des gemeinsamen Besitzstandes an Rechten und Pflichten (Acquis Communautaire). Neben der Angleichung der nationalen Gesetzgebung an das Recht der EU gehören dazu die Einführung einer wettbewerbsfähigen Marktwirtschaft und Strukturreformen.

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Die GTZ unterstützt die Regierung Montenegros bei ihrem Wirtschaftsreformprogramm. Die Regierung strebt damit Erfolge an bei der Importsubstitution, der Exportmarkterschließung und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Solche Erfolge benötigt sie dringend für den Aufbau einer eigenständigen, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Marktwirtschaft, Voraussetzung für die weitere EU-Annäherung.

In den Projekten und Programmen werden alle Ebenen der wirtschaftlichen Entwicklung berücksichtigt und bei der Schaffung von Wertschöpfungsketten miteinander verknüpft: die Mikro- oder Unternehmensebene, Verbände und Beratungsangebote auf der Mesoebene sowie die staatliche Makroebene. Vom zentralen Tourismussektor ausgehend wird die Entwicklung komplementärer Branchen unterstützt, ergänzend werden branchenübergreifende Themen bearbeitet. Die Partner sollen vor allem in die Lage versetzt werden, nachhaltige Förderangebote und Beratungsleistungen zu entwickeln.

Verbesserung der Ausbildungsqualität, stärkere Orientierung an Bedarf und Nachfrage des Arbeitsmarktes sowie die Anpassung an europäische Standards sind weitere vorrangige Anliegen der Regierung Montenegros im Berufsbildungssektor. In ausgewählten beruflichen Schulen unterstützt die GTZ den Aufbau einer bedarfs- und praxisorientierten Ausbildung, um Beschäftigungsfähigkeit und -chancen für Schüler, arbeitslose Jugendliche und Erwachsene zu erhöhen.

Montenegro beginnt, moderne Verwaltungstrukturen und effiziente lokale Selbstverwaltungsstrukturen aufzubauen. Die GTZ fördert die Modernisierung der (lokalen) Verwaltungen und trägt damit zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen bei. Kommunale Einkommensquellen wie die Grundsteuer werden gestärkt, die Handlungsfähigkeit der Gemeinden erhöht und Rechtsverhältnisse, beispielsweise an Grund und Boden, geklärt.

Seit 1998 betreibt Montenegro eine von Serbien unabhängige Fiskalpolitik. Eine gesamtwirtschaftliche Stabilisierung und die beschleunigte Durchführung struktureller Reformen standen dabei seit 2001 im Vordergrund. Die Strukturreformen konzentrieren sich auf Schaffung von Rechtssicherheit, Straffung der öffentlichen Verwaltung, Reform von Finanzsektor und Arbeitsmarkt.

Montenegro muss ein Drittel seiner Energie zu hohen Kosten importieren; es herrscht Energieknappheit in der gesamten Region. Trotzdem werden – mit Ausnahme von Wasserkraftnutzung – die großen Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz (EE) und zum Einsatz erneuerbarer Energien (RE) nicht genutzt. Die GTZ unterstützt Montenegro bei der Erarbeitung und Verabschiedung relevanter Rechtsverordnungen und Durchführungsvorschriften im Bereich Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien. Kompetenzen in Energieeffizienzmaßnahmen werden gestärkt, innovative Maßnahmen identifiziert und umgesetzt, und das Erfahrungswissen verbreitet.


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