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Frau Annika Lüttig
E-Mail: annika.luettig@giz.de

Entwicklung von touristischen Standorten im Hinterland von Montenegro

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Entwicklung von touristischen Standorten im Hinterland von Montenegro
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Kofinanzierung der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit
Land: Montenegro
Politischer Träger: Ministerium für Tourismus und Umweltschutz der Republik Montenegro
Gesamtlaufzeit: Januar 2006 bis Dezember 2010

Ausgangssituation

Der Tourismussektor ist als Schwerpunkt der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung Montenegros definiert. Die Entwicklung des Tourismus konzentriert sich allerdings nur auf die Küstenabschnitte. Die touristischen Potenziale des Hinterlandes werden kaum genutzt. Dort fehlen Einkommensmöglichkeiten und Arbeitsplätze.

Ziel

An ausgewählten Standorten im Hinterland von Montenegro sind die durch den Tourismus generierten Einkommen gestiegen.

Vorgehensweise

In Cetinje, Plav und am Skutarisee fördert das Projekt die lokalen Tourismusorganisationen und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen allen touristischen Akteuren bei der Entwicklung und Vermarktung touristischer Angebote.

Schwerpunkte in allen Regionen sind:

  • Unterstützung der lokalen Akteure bei der Ausarbeitung eines touristischen Entwicklungsplans und der Einführung von Destinationsmanagement
  • Förderung von Wander- und Mountainbiketourismus, einschließlich der Beratung des Ministeriums für Tourismus und Umweltschutz bei der Erarbeitung geeigneter Standards und des Trainings lokaler Organisationen in der Anwendung der Standards
  • Fortbildungen und Beratung für touristische Betriebe und Partnerinstitutionen
  • Beratung der lokalen Akteure bei der Gestaltung von Marketingmaßnahmen, zum Beispiel Journalisten- und Reiseveranstalterreisen, Messeauftritte und Marketingmaterialien
  • Förderung von Existenzgründerinnen und -gründern im Tourismus
  • Unterstützung lokaler Reiseagenturen bei der Vermarktung der Angebote im Ausland

Eine Kofinanzierung der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit unterstützt die nachhaltige Tourismusentwicklung am Skutarisee.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das Ministerium für Tourismus und Umweltschutz erarbeitete mit Beratung des Projekts eine Wander- und Mountainbike-Gesetzgebung: Festlegung von Wegeinstandhaltungsmodalitäten, Beschilderungsstandards, Einführung von Qualitätsmerkmalen. Die lokalen Wandervereine identifizierten, markierten und beschilderten in allen drei Regionen Wanderwege nach den festgelegten Standards.

Ein gelungenes Beispiel für erfolgreiche Marketingberatung ist die Zusammenarbeit mit dem Angelverein in Plav. Der Verein entwickelte mit Unterstützung eine Broschüre, verteilte sie und organisierte einen internationalen Angelwettbewerb. Bereits 2008 erzielten diese Aktivitäten einen deutlichen Zuwachs an Angeltouristen, von dem auch die örtlichen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe profitieren.

Am Skutarisee und in Cetinje ist eine Weinstraße entstanden. Örtliche Winzer investierten in den Ausbau ihrer Weinkeller und führen Weinverkostungen durch. Als Folge bieten erste Reiseagenturen an der Küste Ausflüge zu den Weingütern an. Bereits sechzehn Winzer haben sich seit Beginn des Projekts als Unternehmen registriert. Die Vermarktung und Organisation der Weinstraße wurde vom nationalen Winzerverband übernommen, der mit Unterstützung des Projekts zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung  gegründet wurde.

Der Nationalpark Skutarisee konnte durch neue Tourismusangebote die Einnahmen erhöhen und dreizehn Arbeitsplätze schaffen. Die neu Eingestellten nehmen Aufgaben im Umweltschutz wahr und stehen Touristen als ausgebildete Führer zur Verfügung.


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