Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Schwerpunkte in der TürkeiDie türkische Wirtschaft hat sich in wenigen Jahrzehnten von einer Agrarökonomie zu einer differenzierten Volkswirtschaft mit einem ausgeprägten West-Ost-Gefälle entwickelt. Die Westtürkei ist von einer dynamischen industriellen Entwicklung und einem florierenden Tourismus geprägt. Die Industrie trägt mit 25 Prozent, der Dienstleistungssektor mit über 60 Prozent zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung bei. Der infrastrukturell vergleichsweise unterentwickelte Osten und der Südosten sind landwirtschaftlich geprägt. Noch über 40 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Sie trägt mit etwa 13 Prozent zur Wertschöpfung bei. Die Bezieher niedriger Einkommen und die Mittelklasse sind die großen Verlierer der türkischen Liberalisierungspolitik, die dem Land ein rasches Wirtschaftswachstum, zugleich aber eine zunehmend ungleiche Einkommensverteilung brachten. Die Entwicklung der Realeinkommen konnte ungeachtet der gesunkenen Inflation mit der Wirtschaftsentwicklung nicht Schritt halten. Große Bevölkerungsschichten wurden an den Rand des Existenzminimums gedrängt. Auf der Suche nach Arbeit wanderte die ländliche Bevölkerung aus den östlichen und südöstlichen Landesteilen in die Städte und industriellen Zentren der West-Türkei ab. Die rapide Urbanisierung führte zu Problemen: Kommunale Verwaltungsstrukturen sind durch die rasche Bevölkerungszuwanderung in den Städten überfordert und städtische Dienstleistungen können den damit verbundenen Anforderungen nicht entsprechen. |