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Herr Erik Marx
E-Mail: erik.marx@gtz.de

Die GTZ in Zypern

Zypern in Europa, Kaukasus und Zentralasien. © GTZ 2004.

Seit 1975 engagiert sich die GTZ sowohl im nördlichen als auch im südlichen Teil Zyperns. Auftraggeber der Projekte ist zum einen die Bundesregierung, in der Vergangenheit vor allem das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), heute auch das Bundesministerium der Finanzen (BMF). Zum anderen agiert die GTZ auch im Auftrag internationaler Geber, in der Vergangenheit besonders der Regierung Saudi Arabiens oder auch des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).

Der Zypernkonflikt prägt das politische und wirtschaftliche Gesamtbild der Insel. Der Europäische Rat in Kopenhagen beschloss 2002 die Aufnahme des südlichen Teils in die Europäische Union (EU). Der Vermittlungsversuch der UN, beide Teile wiedervereinigt gemeinsam aufzunehmen, scheiterte jedoch. Die am 24. April 2004 abgehaltenen Referenden erzielten nur für den Nordteil ein positives Ergebnis. Am 1. Mai 2004 ist mit der Republik Zypern nur der südliche Teil der Insel Vollmitglied der EU geworden. Die aktuelle wirtschaftliche Situation im nördlichen Teil ist ungünstig. Das Pro-Kopf-Einkommen sinkt kontinuierlich seit 2001, durch den Gebrauch der türkischen Lira existiert keine unabhängige Geldpolitik. Der Handel ist von der Türkei abhängig, der Tourismus ist nach wie vor unterentwickelt. Die EU will durch finanzielle Hilfen und Förderung des Handels die wirtschaftliche Entwicklung des Nordteils unterstützen.

Schwachpunkte in der Republik Zypern sind laut Fortschrittsbericht 2003 der EU die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen und Korruptionsbekämpfung. Erheblichen Handlungsbedarf sieht die EU auch im Kapitel Landwirtschaft bei der Einrichtung der Zahlstellen und bei der Vorbereitung auf die Anwendung externer Handelsmechanismen. Im Kapitel Verkehrsrecht bestehen ernsthafte Bedenken in Bezug auf die Sicherheit des Seeverkehrs.

Die Arbeit der GTZ konzentriert sich daher schwerpunktmäßig auf folgende Bereiche:

  • Wohnungsbau,
  • Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (Wettbewerb und staatliche Beihilfen),
  • Verkehr,
  • Ländliche Entwicklung.

Ein starkes GTZ-Engagement hat sich auch auf das Management der Teilnahme Zyperns an internationalen Fachmessen in Deutschland gerichtet. Ein neues Instrument ist die administrative Unterstützung deutscher Bundesressorts (z.B. BMF, Bereich Staatliche Beihilfen) im Projekt- und Finanzmanagement bei Verwaltungspartnerschaften (Twinning).


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