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Die GTZ in Slowenien
Seit Beginn des Systemwandels Anfang der 90-er Jahre in Slowenien ist die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Land tätig. Die aktuellen Projekte werden zumeist in Kooperation mit den Bundesministerien der Finanzen (BMF) und für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) durchgeführt. Im Bereich der ländlichen Regionalentwicklung hat die GTZ auch einen Auftrag des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums umgesetzt. Slowenien, seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union (EU), ist eines der erfolgreichsten Transformationsländer und verfügt über das höchste Einkommen unter den neuen Mitgliedsstaaten. Die politische Lage des Landes ist trotz seiner Nähe zur Krisenregion Balkan stabil. Jedoch führten die wegen des hohen Lebensstandards verzögerten Strukturreformen im Unternehmens- und Bankensektor zu einem relativ niedrigen Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen. Ein nächster Schritt für die vollständige Integration Sloweniens in die EU stellt die Aufnahme des Landes in die Währungsunion dar. Weiterhin soll die Nutzung der Strukturmittel aus den Kohäsionsfonds der EU Slowenien die Vervollständigung der ausstehenden Strukturreformen erleichtern. Der Fokus der Projektzusammenarbeit der GTZ in Slowenien liegt daher in der weiteren Integration des Landes in den EU-Binnenmarkt in einigen ausgewählten Feldern:
Ein wesentliches Instrument bei der Projektzusammenarbeit stellt das Twinning-Programm der EU dar. Dabei handelt es sich um Projekte zwischen Verwaltungen, die partnerschaftlich die Angleichung des Rechtsstatus der EU-Partnerländer an die EU erarbeiten. Die GTZ übernimmt dabei neben dem Projekt- und Finanzmanagement im Unterauftrag der deutschen Bundes- und Landesressorts auch einzelne fachliche Beratungsaufträge, etwa im Bereich der regionalen Strukturpolitik. Die GTZ nimmt an dem Twinning-Programm seit 2001 teil. Aufgrund dieser Erfahrungen und ihres langjährigen Engagements in Slowenien in der Projektzusammenarbeit während des EU-Beitrittsprozesses verfügt die GTZ über umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen und Unternehmen in Slowenien. Die Zusammenarbeit mit Slowenien ist für Deutschland auch in Bezug auf die Region des Westbalkan von Bedeutung. So ist die GTZ auch in gemeinsamen deutsch-slowenischen Projekten in der Region engagiert, zum Beispiel in Kroatien. Diese Kooperation wird zurzeit auch auf multilaterale Kooperationen ausgeweitet: auf EU-Ebene und in der Nachbarschaftsregion. Ein Beispiel dafür ist das Interreg-Programm der EU. |