Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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GesundheitVietnam hat seit Mitte der 1990er-Jahre große Fortschritte im Gesundheitssektor gemacht. Bei den wichtigsten Schlüsselindikatoren des Gesundheitswesens nimmt das Land in der Region eine Spitzenstellung ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung der vietnamesischen Bevölkerung beträgt inzwischen etwa 70 Jahre, die Kindersterblichkeitsrate konnte auf 30 je 1000 Lebendgeburten verringert werden, die Impfrate bei Kindern liegt bei rund 90 Prozent. Auch in der Bevölkerungspolitik kann das Land gute Erfolge vorweisen. Die Fruchtbarkeitsrate ist von 3,8 Geburten pro Frau im Jahr 1989 auf 2,2 im Jahr 2004 gesunken. In den vergangenen Jahren hat die Regierung durch Entwicklung von Strategien und Bereitstellung der erforderlichen Medikamente auf unterschiedlichste Bedrohungen der Volksgesundheit angemessen reagiert: etwa bei Malaria, SARS, „Vogelgrippe“ und zuletzt bei der neuen Grippeform A/H1N1. Internationale Unterstützung, einschließlich Vorhaben der GTZ, hat zu diesen Erfolgen maßgeblich beigetragen. Das von landesweiten Durchschnittswerten geprägte positive Bild verschlechtert sich jedoch erheblich im ländlichen Raum, wo die meisten armen Menschen und ethnischen Minderheiten leben. Hier ist die Bereitstellung von qualitätsgesicherten Leistungen der medizinischen Grundversorgung noch immer unzureichend. Die Ausstattung mit medizinischen Geräten und Material, insbesondere auf den unteren Ebenen des Gesundheitssystems, ist meist überaltert und wird modernen Ansprüchen nicht gerecht. Viele Gesundheitsdienstleistungen werden daher wenig genutzt. Zudem muss das Gesundheitswesen den Anforderungen des rasanten demografischen Wandels angepasst werden, da viele Zivilisationskrankheiten und deren Folgen rasch zunehmen. Seit 1994 führt die GTZ im Auftrag der deutschen Bundesregierung zahlreiche bilaterale Gesundheitsprojekte in Vietnam durch, um diesen speziellen Herausforderungen zu begegnen. Im Programm „Stärkung dezentraler Gesundheitssysteme“ werden fünf Provinzen zur Verbesserung und Stärkung hochwertiger, nachfrageorientierter Gesundheitsdienstleistungen beraten. Für die vietnamesische Regierung haben die Verbesserung präventiver und kurativer Gesundheitsdienstleistungen sowie der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen für ärmere und benachteiligte Bevölkerungsgruppen Priorität. Der Fünfjahresentwicklungsplan 2011 bis 2015 wird zurzeit erstellt. Ziele sind eine umfassende Reform und Modernisierung des Gesundheitssystems, die Erhöhung der Qualität in Prävention und Therapie auf allen Ebenen sowie der verbesserte Schutz der Bevölkerung vor unangemessenen Gesundheitsausgaben. |