GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

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Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (World Trade Organization – WTO) 2007 hat sich Vietnam verstärkt einem internationalen Integrationsprozess verschrieben. Bis 2008 konnte das Land hohe Wachstumsraten verzeichnen. Exportorientiert und abhängig von finanziellen Zuflüssen aus dem Ausland war es 2009 von den Folgen der Weltwirtschaftskrise besonders stark betroffen. Es zeigte sich, dass das langjährige Engagement der GTZ bei der Zentralbank, im Finanzministerium und in der Wirtschaftsforschung wichtige Grundlagen für die Krisenbewältigung gelegt hatte, beispielsweise bei der Einführung geldpolitischer Instrumente. Durch die Krise wurde deutlich, dass eine Fortsetzung des deutschen Engagements in diesem noch immer instabilen Bereich weiterhin sinnvoll ist.

Unterstützt durch die GTZ werden Kompetenzen, Leistungsfähigkeit und Ressourcen zur Ausübung einer marktwirtschaftlichen und sozialen Politikgestaltung und Regulierung verbessert. Regierung und staatliche Einrichtungen werden bei der Entwicklung eines gesetzlichen Rahmens unterstützt. Ziel ist es, wichtige staatliche Funktionen im Einklang mit marktwirtschaftlichen Prinzipien und internationalen Standards zu erfüllen. Die GTZ stellt Know-how zur Verfügung, organisiert den Austausch mit anderen asiatischen Ländern, verbessert das Aus- und Fortbildungssystem und gibt Einblick in die deutsche und europäische Gesetzes- und Verwaltungspraxis.

Seit 1993 arbeiten Deutschland und Vietnam gemeinsam erfolgreich an den Reformen des Finanzsystems und der öffentliche Finanzen. Seit 2005 wurden Analyse- und Prognosefähigkeit verschiedener vietnamesischer Institutionen gestärkt, die Zentralbank richtete 2008 eine volkswirtschaftliche Abteilung ein. Seit 2006 schreibt die Bankenaufsicht den Banken die Einrichtung einer modernen Innenrevision vor. Die oberste Rechnungskontrollbehörde, der Staatsrechnungshof, ist seit 2002 unabhängig von der Regierung und berichtet dem Parlament und der Öffentlichkeit. Das deutsche Engagement in diesem Bereich fördert auch die Demokratie. 2004 wurden die Rechte der Nationalversammlung gestärkt, die seither den Staatshaushalt verabschiedet. In Zukunft werden die Ausstattung des Finanzsystems mit modernem Risikomanagement sowie die Verbesserung des öffentlichen Haushaltswesens durch eine mittelfristige Finanzplanung angestrebt. Die politische Teilhabe im öffentlichen Planungssystem soll institutionalisiert werden. Ab Mitte 2010 wird sich die GTZ mit einem eigenen Vorhaben für den Aufbau einer modernen sozialen Sicherung engagieren.

Die dynamische Wirtschaftsentwicklung Vietnams erfordert viele qualifizierte Fachkräfte. Nur etwa ein Viertel aller Arbeitskräfte hat jedoch gegenwärtig eine berufliche Ausbildung. Die vietnamesische Regierung will die Zahl der Fachkräfte bis 2020 mehr als verdoppeln. Die GTZ unterstützt die Umsetzung der Berufsbildungsreform über einen Zeitraum von zehn Jahren. Im Vordergrund der Reform stehen die Weiterentwicklung des Berufsbildungssystems, eine institutionelle Verankerung gesammelter Erfahrungen mit alternativen Ausbildungsangeboten sowie Maßnahmen zu Qualität und Arbeitsmarktrelevanz.


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