Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner |
Hochwasserschutz und Katastrophenvorsorge im unteren Mekong-BeckenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Hochwasserschutz und Katastrophenvorsorge im unteren Mekong-Becken
AusgangssituationNatürliche Überschwemmungen sind für die Landwirtschaft der Anrainerstaaten des unteren Mekongs (Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand) traditionell von großer Bedeutung. Hohes Bevölkerungswachstum, Migration und die Besiedlung von hochwassergefährdeten Gebieten führen jedoch dazu, dass immer mehr Menschen von Überschwemmungen bedroht sind. Hinzu kommt, dass die Abholzung in den Wassereinzugsgebieten und die Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen den Wasserhaushalt des Mekong negativ beeinflussen und auch der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Flutkatastrophen erhöht. Da viele der 25 Millionen Familien in den betroffenen Ländern unterhalb der Armutsgrenze leben, gefährden die Auswirkungen der Überschwemmungen immer häufiger ihre wirtschaftlichen Lebensgrundlagen. Den nationalen Behörden der Anrainerstaaten und regionalen und kommunalen Verwaltungen sowie örtlichen Hilfsorganisationen fehlen aber die Kenntnisse und institutionellen Möglichkeiten für ein nachhaltiges Hochwassermanagement. Sie sind nur ansatzweise in der Lage, die Bevölkerung vor herannahenden Flutwellen zu warnen, größere Schäden zu verhindern und im Katastrophenfall effektiv Hilfe zu leisten. ZielBehörden und Organisationen der Mekong-Anrainerstaaten setzen auf verschiedenen Verwaltungsebenen im Bereich Hochwassermanagement angepasste Konzepte und Instrumente der Katastrophenvorsorge, der Nothilfe und des Landmanagements wirkungsvoll ein. VorgehensweiseDas deutsche Vorhaben zum Hochwasserschutz und zur Katastrophenvorsorge ist Bestandteil des Programms „Flood Management and Mitigation“ der Mekong River Commission (MRC) und ergänzt dessen Aktivitäten im Bereich „Hochwasservorhersage“, „Strukturelle Maßnahmen“ und „Regionale Kooperation“. Ein weiteres Augenmerk der Förderung liegt auf dem Aufbau eines Systems zum wirkungsorientierten Monitoring für das gesamte Programm sowie die effiziente Integration seiner einzelnen Komponenten. Die GTZ entsendet Lang- und Kurzeitfachkräfte für Beratungs- und Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. und finanziert Trainingsprogramme und begleitende Maßnahmen auf nationaler und lokaler Ebene. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Kompetenzen von Distrikt- und kommunalen Behörden für eine wirkungsvolle Katastrophenvorsorge wurden in über zehn Distrikten in drei Ländern nachweislich erhöht. In einer Umfrage im Oktober 2009 haben sich von 10 befragten kommunalen „Disaster Preparedness Committees“ in 10 unterschiedlichen Kommunen 9 als sehr zufrieden mit der Arbeit des Distrikte in diesem Bereich geäußert. In allen vier beteiligten Ländern verfügen nationale Behörden über die Möglichkeiten und Fähigkeiten Hochwasserwahrscheinlichkeitskarten zu erstellen. In Kambodscha wurden solche Karten bereits produziert und konnten Schaden verhindern. |