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Integrierter Naturschutz und nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen Phong Nha-Ke BangProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Integrierter Naturschutz und nachhaltige Bewirtschaftung Phong Nha-Ke Bang
AusgangssituationDer Nationalpark Phong Nha-Ke Bang liegt im Westen der gleichnamigen Provinz in Zentralvietnam. Wegen der einzigartigen geomorphologischen Eigenschaften seiner Karstformationen wurde der Nationalpark von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Der Park hat außerdem eine besonders reiche Biodiversität (Artenvielfalt) mit einer großen Anzahl endemischer Arten, die zum Teil durch illegale Nutzung der natürlichen Ressourcen stark gefährdet sind. Die Provinz Quang Binh gehört zu den ärmsten Regionen in Vietnam. Im Umfeld des Nationalparks leben etwa 65.000 Einwohner in 13 ländlichen Gemeinden. Diese Gemeinden haben nur wenige Möglichkeiten, ihre landwirtschaftliche Produktion zu verbessern. Für die lokale Bevölkerung gibt es kaum Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft, der legale Zugang zu Forstressourcen ist sehr begrenzt. Der Druck auf die Parkressourcen nimmt zu, zumal auch die Überwachung des Schutzgebietes durch die Parkbehörde bisher wenig effizient ist. Eine rasante und bislang ungesteuerte Entwicklung im Tourismussektor gefährdet das fragile Ökosystem zusätzlich. Es gibt kein abgestimmtes Entwicklungskonzept für den Nationalpark und sein Umfeld, das Naturschutzziele und Entwicklungsbedürfnisse miteinander verbindet. ZielBewirtschaftung und Schutz der natürlichen Ressourcen und die sozioökonomische Entwicklung in der Region Phong Nha-Ke Bang sind verbessert. VorgehensweiseDas Projekt fördert
Schwerpunkte des Projekts sind Bildung und Förderung von Koordinierungsgremien sowie die institutionelle Stärkung und Fortbildung der Naturschutz-, Tourismus- und Forstbehörden, insbesondere bei Planung und Management. Das Projekt wird hauptsächlich auf zwei Ebenen aktiv: Provinzbehörden werden bei der Optimierung von strategischen Planungsprozessen und Orientierungen unterstützt. Auf der Mittlerebene werden Akteure bei Koordination und Umsetzung gefördert. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeEin Entwicklungsplan für den Tourismus wurde im September/Oktober 2009 fertig gestellt. Der Plan baut auf die Prinzipien Partizipation und Beratung und wird das Tourismuspotenzial des Parks und seiner Umgebung beschreiben. Ein deutlicher Schwerpunkt wird dabei auf dem Ökotourismus liegen. Während des Erarbeitungsprozesses wurden eine Reihe von Zusammenkünften der Interessenvertreter, Beratungsworkshops sowie weitere Treffen durchgeführt, an denen Vertreter von der höchsten Entscheidungsebene bis zur lokalen Ebene teilnahmen. Als erste praktische Maßnahmen wurden ein Ökopfad angelegt und Fremdenführer ausgebildet, um Touristen auf dem Pfad zu begleiten. Zum Informationsaustausch und um von internationalen Erfahrungen zu lernen, wurde ein internationales Tourismusseminar gemeinsam mit UNESCO-Hanoi im März 2009 ausgerichtet, das sowohl auf Provinz- als auch auf nationaler Ebene starken Zuspruch erhielt. Es wurde eine detaillierte sozioökonomische Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse teilweise für das Überwachungssystem genutzt werden sowie als Grundlage, um die Wirkung zukünftig umgesetzter Projektaktivitäten zu messen. Das Potenzial einkommensgenerierender Aktivitäten (Wertschöpfungsketten) wurde weiter analysiert. Die Aktivitäten werden gegenwärtig umgesetzt. Um die Anwendung von Planungsprozessen für die Landnutzung zu fördern, die den lokalen Bedingungen angepasst sind, wurde eine Kommune darin unterstützt, einen nachhaltigen, partizipativen Landnutzungsplan zu entwickeln. Dieser Plan geht einher mit Ausbildungsprogrammen in verschiedenen Disziplinen wie Geoinformationssystemen (GIS), Techniken zur Waldnutzungsverteilung und anderen. Die ausgebildeten Trainer werden die gleichen Aktivitäten in anderen Kommunen mit technischer, finanzieller und logistischer Unterstützung des Projekts fördern. Weiterführende Informationen
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