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E-Mail: horst.ammann@giz.de

Förderung sozial ausgewogener Wirtschaftsentwicklung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung sozial ausgewogener Wirtschaftsentwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Nepal
Politischer Träger: Ministry of Industry (MOI)
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011

Ausgangssituation

Nepal zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die wirtschaftliche Entwicklung ist durch politische Unsicherheit sowie andauernde soziale und ethnische Konflikte beeinträchtigt. Die Folge ist eine ungleichgewichtige regionale Entwicklung, insbesondere im ländlichen Raum. Schlechte Regierungsführung, fehlende Reformbereitschaft, mangelnde Strategien zur Beschäftigungsförderung und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sowie ein insgesamt schlechtes Investitionsklima sind weitere Faktoren, die wirtschaftliches und sozial ausgewogenes Wachstum behindern.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für ausgewogenes und sozial gerechtes Wirtschaftswachstum sind in ausgewählten Regionen verbessert.

Vorgehensweise

Das Programm unterstützt Akteure des Privatsektors und der Zivilgesellschaft in Kooperation mit Vertretern des öffentlichen Sektors bei der gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung regionaler/lokaler Wirtschaftsentwicklungsstrategien und Aktionspläne. In gemeinschaftlich ermittelten Wirtschaftssektoren werden Wirtschaftsakteure entlang der jeweiligen Wertschöpfungskette bei der Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Parallel werden Fördermaßnahmen integriert, um bislang benachteiligten Gruppen sowie Frauen und arbeitslosen Jugendlichen tragfähige Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven zu verschaffen.

Örtliche Industrie- und Handelskammern (IHK), Genossenschaften und andere Dienstleister werden in ihren institutionellen Fähigkeiten gestärkt. So können sie situationsgerechte, praxisnahe Trainings- und Beratungsleistungen zur Verfügung stellen.

Banken und Mikrofinanzinstitutionen werden bei der Produktentwicklung unterstützt, damit sie an die Bedürfnisse der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) angepasste Finanzdienstleistungen anbieten können.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Gemeinsam mit lokalen Industrie- und Handelskammern wurden in vier Distrikten One-Stop-Shops (OSS) eingerichtet, die Informationen und Beratung zur Existenzgründung anbieten. In One-Stop-Shops können alle Schritte eines bürokratischen, verwaltungstechnischen Vorgangs an einer einzigen Stelle schnell und transparent erledigt werden. Über 900 Personen nahmen bisher die Leistungen der OSS in Anspruch.

Für das Existenzgründerförderprogramm der Regierung (Youth and Small Enterprise Self-Employment Programme), das sich insbesondere an Jugendliche und benachteiligte Gruppen richtet, wurden 74 Trainerinnen und Trainer in 59 lokalen IHK ausgebildet, um die Bewerber gezielt zu beraten. Die IHK haben zudem die Möglichkeit, auch für eigene Unternehmerförderprogramme nun auf qualifizierte Trainerinnen und Trainer zurückzugreifen.

In zwei Distrikten wurden besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen in lokale Wirtschaftskreisläufe eingegliedert. 80 Angehörige der Volksgruppe Chepang, darunter 25 Frauen, wurden durch Verbandsaktivitäten und Genossenschaftsarbeit, die vor allem auf die Vermarktung zielt, erfolgreich in die Bienenzucht/Honiggewinnung integriert. Neun von ihnen betreiben Bienenhaltung inzwischen professionell als Vollzeitbeschäftigung. Ihre Kooperative hat erfolgreich Kontakte zu Honighändlern in Kathmandu hergestellt, um den Absatzmarkt sicherzustellen. 500 landlose Haushalte mit circa 3.000 Personen profitierten von einer einkommenssteigernden Maßnahme zur Flussufernutzung für Gemüseanbau.

In sechs Distrikten wurden Diskussionsforen der regionalen Akteure organisiert. Die Runden Tische zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region werden unter Federführung lokaler IHK und Kooperativen vorbereitet und durchgeführt.

Frauen einer Sparkooperative © GTZ

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