Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Saubere Luft und Klimaschutz für mittelgroße Städte der ASEAN-RegionProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Luftreinhaltung und Klimaschutz für mittelgroße Städte der ASEAN-Region
AusgangssituationDie südostasiatischen Länder befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien, ihre Umweltprobleme sind jedoch ähnlich: Steigendes Bevölkerungswachstum und rasante industrielle Entwicklung ziehen unter anderem eine verminderte Luftqualität nach sich. Ein Teil der Emissionen fällt in der industriellen Fertigung, in Kohleminen und Kraftwerken an. In kleinen und mittelgroßen Städten sind verkehrsbedingte Abgase meist die Hauptquelle der Emissionen. In vielen Fällen fehlen regelmäßige Luftschadstoffmessungen und Luftreinhaltepläne. Diese Städte verfügen oftmals nicht über Kompetenzen und Ressourcen zur Akquise und Nutzung von Finanzmitteln, die für die Verbesserung der Luftqualität bereitgestellt werden. Außerdem werden kleine und mittelgroße Städte bei der übergreifenden Stadtplanung häufig vernachlässigt. Schlechte Luft hat Auswirkungen auf die Gesundheit: Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der oberen Atemwege sowie ein erhöhtes Krebsrisiko vermindern die Lebenserwartung. Haut- und Augenkrankheiten und vermehrte allergische Erscheinungen können ebenfalls eine Folge schlechter Luft sein. Besonders betroffen davon sind Kinder und ältere Menschen. Stadtbewohner mit geringem Einkommen wie etwa Straßenverkäufer sind schlechter Luft besonders intensiv ausgesetzt: Sie arbeiten meist direkt an stark befahrenen Verkehrsadern. Luftverschmutzung vermindert darüber hinaus die Ernteerträge, schädigt Gebäude und andere bauliche Infrastruktur. Eine bessere Luftqualität dämmt diese Effekte ein. Saubere Luft trägt auch zum Klimaschutz bei: Maßnahmen zur Luftreinhaltung in der Industrie und im Verkehr, wie adäquat gewartete Maschinen und Boiler sowie Verkehrsvermeidung, reduzieren den Treibstoffverbrauch und damit die Emission klimaschädlicher Gase. ZielAusgewählte kleinere und mittelgroße Städte der ASEAN-Region setzen selbstentwickelte Luftreinhaltepläne um. VorgehensweiseZusammen mit nationalen Partnern und Vertretern des ASEAN-Sekretariats hat das Vorhaben in den sieben teilnehmenden ASEAN-Nationen Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam je zwei Städteund in Kambodscha, Laos und Malaysia je eine Stadt ausgewählt. Sie werden unter Beteiligung von Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft bei der Entwicklung und Umsetzung von Luftreinhalteplänen unterstützt. Um die Eigenverantwortung der Partner herauszustellen, übernehmen die jeweiligen Stadtverwaltungen oder nationalen Behörden die Durchführung, etwa für die Entwicklung von Standards und rechtlichen Rahmenbedingungen. Auch die Einbindung lokaler Universitäten sowie die Fokussierung auf kurzfristig realisierbare Maßnahmen tragen zum Erfolg des Vorhabens bei. Da die Entwicklung von Leistungsfähigkeit, Kompetenzen und Ressourcen (Capacity Development) ein zentraler Erfolgsfaktor für saubere Luft ist, entwickelt das Vorhaben außerdem ein regionales Trainingssystem (Train for Clean Air). Wirkung – Was bisher erreicht wurdeBürgermeister, Gouverneure und andere hochrangige Vertreter der Stadt- und Provinzverwaltungen zeigen großes Interesse und unterstützen den Projektansatz. Aufgrund des partizipativen und eigenverantwortlichen Ansatzes entstanden in einigen Städten spontan Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft, Universitäten, Stadtverwaltungen und anderen Institutionen. Weiterführende Informationen
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