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Wirtschaftsreform

Indonesien besitzt das Potenzial, sich zu einer der führenden Wirtschaftsnationen Südost-Asiens zu entwickeln. Zum Erreichen dieses Ziels ist es notwendig, die bestehende Wirtschaftstruktur zu dynamisieren. Kleinere und mittlere Betriebe machen 99 Prozent aller Unternehmen aus, beschäftigen 89 Prozent der Arbeitskräfte, tragen aber nur mit 55 Prozent zum Bruttosozialprodukt bei. Die 0,5 Prozent Beschäftigten in Großunternehmen erwirtschaften hingegen 40 Prozent des Bruttosozialprodukts. Wirtschaftsentwicklung, Beschäftigungspolitik und Armutsminderung sind abhängig von einem verbesserten Investitionsklima und der konkreten Verbesserung der Rahmenbedingungen für die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU).

Daher konzentriert sich die deutsch-indonesische Entwicklungszusammenarbeit auf:

  • Wettbewerbsfähigkeit von Klein- und Mittelunternehmen,
  • Qualifizierung von Schulabgängern und Arbeitskräften, 
  • Reform der Arbeitsmarkt- und Berufbildungspolitik,
  • Entwicklung von Finanzierungsinstrumenten für KMU und Kleinstunternehmen,
  • Einführung von sauberen Produktionsverfahren sowie Öko-Effizienz der industriellen Produktion,
  • Umsetzung der internationalen Umweltkonventionen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen der Globalisierung.

Ziel der Entwicklungszusammenarbeit ist eine nachhaltige, breitenwirksame und ressourcenerhaltende Wirtschaftsentwicklung, die zu Beschäftigung und Minderung der Armut beiträgt.

Die Strategie der „Lokalen und Regionalen Wirtschaftsförderung“ und des „Deutsch-Indonesischen Umweltprogramms“ wird in ausgewählten Distrikten von Zentral-Java und NTB praktisch erprobt, um eine möglichst große Signalwirkung zu erzielen. Dabei konzentrieren sich die Vorhaben in enger Abstimmung mit der indonesischen Regierung auf folgende Aktionsfelder:

  • Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft,
  • Entwicklung von Strategien der Wirtschafts- und Standortförderung,
  • Ausweitung unternehmensbezogener Dienstleistungen,
  • Qualifizierung von Berufsbildungsinstitutionen,
  • Erfahrungstransfer und Politikberatung,
  • Beratung in Umweltpolitik und internationalen Konventionen,
  • Aufbau eines Beratungszentrums für saubere Produktionsverfahren,
  • Einführung von ökoeffizienten Verfahren in der indonesischen Klein- und Mittelindustrie,
  • Integrierte Umweltplanung und integriertes Umweltmanagement auf dezentraler Ebene.

Mitarbeiterin der Volkskreditbank in Jombang, Ostjava, nimmt Spareinlagen von Schülerinnen entgegen

Mitarbeiterin der Volkskreditbank in Jombang, Ostjava, nimmt Spareinlagen von Schülerinnen entgegen. © GTZ 2004.
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