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E-Mail: markus.wypior@giz.de

Nationaler Ausstiegsplan aus der Produktion und Verwendung von Tetrachlorkohlenstoffen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nationaler Ausstiegsplan aus der Produktion und Verwendung von Tetrachlorkohlenstoffen
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), The French Global Environment Facility (FFEM)
Land: Indien
Politischer Träger: Ozone Cell, Ministerium für Umwelt und Forst (MoEF), Regierung von Indien
Gesamtlaufzeit: 2004 bis 2009

Ausgangssituation

Tetrachlorkohlenstoff-Spotgun © GTZ

Zahlreiche indische Unternehmen  müssen ozonschädigende Substanzen bis Ende 2009 mit alternativen Stoffen ersetzen, verfügen jedoch nicht über die entsprechenden Informationen was Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit angeht.

Im Zuge des Montreal-Protokolls wurde beschlossen, die Produktion und Verwendung von Tetrachlorkohlenstoffen (CTC) bis Ende 2009 zu stoppen, da diese die Ozonschicht zerstören, zur Erderwärmung beitragen und gesundheitsgefährdend sind.  Als chemisches Lösungsmittel wird es zur Fleckenentfernung in der Textilindustrie sowie als Reinigungs-/Entfettungsmittel bei zahlreichen Anwendungen im Bereich der Metallreinigung eingesetzt.

Mit dem überregionalen Beratungsprojekt Proklima zeigt die GTZ in enger Zusammenarbeit mit den Industrien tragfähige Alternativen in CTC-Anwendungsgebieten im klein-betrieblichen Sektor auf. Entscheidungen bezüglich der Alternativen zu CTC sollen informiert getroffen werden können, ohne dass dabei Qualität oder Wettbewerbsfähigkeit leidet.

1992 unterzeichnete Indien das Montreal-Protokoll, mit dem sich bislang 193 Länder zum kontrollierten Ausstieg aus der Produktion und dem Konsum von ozonschädigenden Substanzen verpflichtet haben. Die Gesamtkoordination des Ausstiegs liegt in den Händen der „Ozone Cell" im indischen Ministerium für Umwelt und Forst. Die Umsetzung dieses Projekts steht unter der Federführung der Weltbank, die sich an CTC-Hersteller richtet. Im Bereich Prozess- und Lösungsmittel werden Maßnahmen der Weltbank und der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) umgesetzt. Japan stellt durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) Stahlwerken alternative Technologien zur Verfügung, während Frankreich und Deutschland sich für den Ausstieg der Verwendung von CTC im Textil- und Metallreinigungssektor einsetzen.

Das deutsche Proklima-Programm setzt seine Maßnahmen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Französischen Entwicklungsagentur (Agence Française de Developpement) GEF Sekretariat (AFD/FFEM) mit Finanzierung der multilateralen Fonds des Montreal-Protokolls um.

Ziel

Industrieunternehmen können Entscheidungen in Bezug auf den Ersatz von Tetrachlorkohlenstoff (CTC) informiert und kompetent treffen.

Vorgehensweise

Zunächst werden in Zusammenarbeit mit Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors  Informationen zur schädlichen Wirkung von Tetrachlorkohlenstoffen auf die Ozonschicht der Erde verbreitet. Ferner werden CTC-Vebrauchern mit Informationen über umweltfreundliche, nicht gesundheitsschädigende Alternativen versorgt. Wenn nötig, werden Unternehmen bei Umstellungsprozessen unterstützt und Schulungen angeboten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Textilindustrie

  • Über 25 mögliche Ersatzsubstanzen sind in Labortests und Fallstudien in der Industriepraxis erprobt worden
  • Informationen über vorhandene Alternativen und ihre Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte sind auf zahlreichen Seminaren, durch Zeitungsartikel und Industriebesuche verbreitet worden.
  • Eine Partnerschaft mit der IL&FS Cluster Development Initiative wurde eingegangen, um bis zu 500.000 Arbeiter zu CTC-freien Fleckenentfernungstechniken zu schulen.

Metallreinigung

  • Ersatzsubstanzen sind in Labortests und Fallstudien in der Industriepraxis erprobt worden.
  • Informationen über vorhandenen CTC-Alternativen und ihre Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte sind auf zahlreichen Seminaren, durch Zeitungsartikel und Industriebesuche verbreitet worden.

Informationen und Sensibilisierungsmaßnahmen

  • Technische Beratungsleistungen sind auf die Bedürfnisse jeder einzelnen industriellen Anwendung zugeschnitten worden.
  • Es existiert eine Webseite mit umfassenden Informationen für Industrie, technische Experten und Wissenschaftler.
  • Schulungsmaterial für spezifische Anwendungen ist entwickelt worden.

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