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E-Mail: hannes.karkowski@giz.de

Wirtschaftsentwicklung durch E-Governance

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Wirtschaftsentwicklung durch E-Governance
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Indien
Politischer Träger: Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie (MCIT), indische Regierung
Gesamtlaufzeit: 2007 bis 2010

Ausgangssituation

Technik erleichtert KMU den Zugang zu Informationen. © GTZ

Kleine und mittlere Unternehmen in Indien können die Potentiale von E-Governance und E-Business nicht nutzen. Komplizierte Verfahren zur Registrierung von Unternehmen oder zur Eintragung von Grundeigentum, verbunden mit fehlenden Informationen über verfügbare Finanzdienstleistungen behindern das schnelle industrielle Wachstum in Indien.

Eine Unternehmensneugründung vollzieht sich in 11 unterschiedlichen Schritten innerhalb von 35 Tagen (OECD: 6 Schritte/16 Tage). Die Eintragung von Grundeigentum dauert durchschnittlich 62 Tage (OECD: 31 Tage). Der Zugang zu Informationen über Finanzdienstleistungen wird auf einer Skala von 0 (keine Informationen) bis 6 (viele Informationen) mit 3 bewertet. Es wird geschätzt, dass durch bürokratische Prozesse 73% des Bruttosozialprodukts in Indien verloren gehen (OECD-Durchschnitt 5,3%).

Insbesondere für kleine und kleinste Unternehmen sind die Zugangsbarrieren zum Markt und zu Finanzierungen so hoch, das die Zahl der Betriebsgründungen hinter dem eigentlichen Potential des Sektors zurückbleibt. Marktchancen und Möglichkeiten, Arbeitsplätze zu schaffen, bleiben ungenutzt.

Ziel

Eine steigende Zahl kleiner und mittlerer Unternehmen verbessert ihre Geschäftschancen durch die Nutzung von hochwertigen E-Governance- und E-Business-Dienstleistungen.

Vorgehensweise

Der Projektpartner Directorate for Standardisation, Testing and Quality Certification (STQC) im Ministry of Communication and Information Technology wird bei der Entwicklung und Einführung eines Referenzrahmens für die Qualitätssicherung von E-Governance-Anwendungen und –Dienstleistungen unterstützt, das den deutschen Standards und Architekturen für E-Government-Anwendungen (SAGA) entspricht. Dieser Referenzrahmen soll Qualität und Kompatibilität von in Indien entwickelten E-Governance-Anwendungen gewährleisten. Zusätzlich werden Anbieter von Dienstleistungen dazu qualifiziert, KMU-Betriebe bei der Entwicklung von E-Governance/E-Business-Lösungen zu beraten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Die ersten Schulungen von KMU und Untersuchungen der Anforderungen und Bedarfe von KMU im E-Governance-Bereich werden durchgeführt.
  • Die erste Fassung des CAF Version 1.0 liegt vor und ist im Juni 2008 veröffentlicht worden.
  • Es existiert ein Zertifizierungsprogramm, das die Qualität staatlicher wie privater Websites sicherstellen soll.
  • Mögliche Kooperationspartner wie Microsoft, SAP und Fraunhofer-Institut wurden analysiert.
  • In Planung: Kooperation mit der Gemeinde Quito in Ecuador.

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