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E-Mail: manfred.haebig@giz.de

Indisch-deutsches Institut für fortgeschrittene Technologie, Visakhapatnman

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Indisch-deutsches Institut für fortgeschrittene Technologie, Visakhapatnman
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Indien
Politischer Träger: Ministry for Micro, Small and Medium Enterprises, Government of India, Ministry of Industries and Commerce, Government of Andhra Pradesh and the Gayatri Vidya Parishad (GVP) Visakhapatnam
Gesamtlaufzeit: 2006 bis 2010

Ausgangssituation

Die Region Visakhapatnam ist nach Hyderabad der zweitstärkste Wachstumsmotor im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Der Mangel an qualifiziertem Personal sorgt aber dafür, dass kleine und mittlere Unternehmen ihr Wachstums- und Beschäftigungspotenzial nicht voll entfalten können. Das Indo-German Institute for Advanced Technology (IGIAT) hilft bei der Lösung dieses Problems durch praxisorientierte Kurse und Beratung. Durch die Inanspruchnahme des IGIAT-Angebots können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, ihr Wachstumspotential effektiv nutzen und neue Arbeitsplätze schaffen. Qualifizierungsangebote für Einzelpersonen verbessern deren Chancen, eine Arbeitsstelle in einer modernen technologischen Umgebung zu finden.  Die Förderung des IGIAT trägt so zur Armutsbekämpfung in der Region bei und unterstützt die Entwicklung der Industrie.

Im Rahmen des Projekts geht es darum, IGIAT als ein von staatlichen Stellen in Bezug auf Verwaltung, Personal und Bildungsinhalte unabhängiges technologisches Institut zu etablieren. Die angebotenen praxisnahen Kurse sollen mittelfristig die für den Betrieb erforderlichen Mittel selbst erwirtschaften und die Lebensfähigkeit des Instituts aus eigener Kraft ermöglichen.

Ziel

Schulungs- und Beratungsangebote des Indo-German Institute for Advanced Technology entsprechen  der Nachfrage technologieorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region Visakhapatnam.

Vorgehensweise

Die Regierung von Andhra Pradesh hat in ihrer Rolle langfristig verantwortlicher Hauptakteur Grundstück und Infrastruktur für das IGIAT finanziert. Als wichtiger Partner aus dem privaten Bereich stellt das Gayatri Vidya Parishad College (GVP) of Engineering einen Fonds bereit, aus dem mögliche Betriebsverluste in den ersten fünf Jahren gedeckt werden.

Die deutsche Unterstützung umfasst Investitionen in fortgeschrittene Ausbildungsmethodik und                   -technologie, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Wissenstransfer, Ausbildung von Mitarbeitern sowie die Organisationsentwicklung des Instituts. Das Projekt ermittelt zudem den Schulungs- und Beratungsbedarf lokaler und regionaler KMU im Bereich moderner Technologien. So können Kursangebote entwickelt werden, die den Marktanforderungen entsprechen, sowie speziell auf KMU zugeschnittene weitere Dienstleistungen.

IGIAT ist Gründungsmitglied des Industrial Services Network (ISN), einem indisch-deutschen Netzwerk technologischer Ausbildungsstätten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Über 7.000 Menschen (15% Frauen) sind bislang am IGIAT ausgebildet worden, mit guten Chancen auf einen Arbeitsplatz.
  • Über 400 Mädchen aus Stammessiedlungen (Schulabbrecherinnen) werden für Tätigkeiten in der Bekleidungsindustrie qualifiziert und werden zu 100% eine Anstellung finden.
  • Außenstellen von IGIAT in privaten Ingenieurschulen verbessern dort die Ausbildung und tragen innovative IGIAT-Methoden in andere Institutionen und Bereiche.
  • Die erste definierte Vorgabe in Bezug auf Selbstverwaltung und –finanzierung wurde nach zwei Betriebsjahren erreicht, wodurch das zugrundeliegende PPP-Modell erfolgreich bestätigt wurde.

Trainees im IGIAT (Ausbildung für die Bekleidungsindustrie)

Trainees im IGIAT (Ausbildung für die Bekleidungsindustrie). © GTZ


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