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E-Mail: markus.wypior@giz.de

Nationaler Ausstiegsplan aus Produktion und Konsum von Fluorchlorkohlenwasserstoffen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nationaler Ausstiegsplan aus Produktion und Konsum von Fluorchlorkohlenwasserstoffen
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über den multilateralen Fonds des Montreal Protokolls
Land: Indien
Politischer Träger: Ozone Cell, Ministerium für Umwelt und Forst (MoEF), Regierung von Indien
Gesamtlaufzeit: 2004 bis 2009

Ausgangssituation

Praxistraining von Servicetechnikern für Kälte- und Klimaanlagen in Chennai. © GTZ

Kleine und kleinste Unternehmen müssen ozonschädigende Substanzen durch alternative Stoffe ersetzen, die nicht gesundheits- oder umweltgefährdend sind.
Das Montreal-Protokoll sieht vor, dass Produktion und der Konsum von FCKW, das die Ozonschicht zerstört, bis 2010 gestoppt werden. Der nationale indische Ausstiegsplan (NCCoPP) ist auf die Kälte- und Klimatechnik zugeschnitten. Die GTZ übernimmt im Rahmen des überregionalen Beratungsprojekts Proklima die Gesamtkoordination der internationalen Beiträge zur der Umsetzung des Ausstiegsplans, die vom multilateralen Fonds des Montreal-Projekts finanziert wird. Beteiligt an diesem multilateralen Ansatz sind weiterhin die Schweizer Regierung (INFRAS Zürich), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Die Gesamtkoordination des Ausstiegs auf indischer Seite liegt in den Händen der „Ozone Cell" im indischen Ministerium für Umwelt und Forst.

Ziel

Vollständiger Ausstieg aus der Produktion und dem Konsum von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) bis zum 1. Januar 2010, um Indiens Einhaltung des Ausstiegsprogramms in Rahmen des Montreal-Protokolls sicherzustellen.

Vorgehensweise

Der nationale Ausstiegsplan wendet sich an ganz unterschiedliche Nutzergruppen von FCKW und beinhaltet folgende Maßnahmen:

  • Schulung von Technikern, größtenteils kleinster und kleiner Serviceunternehmen für Kälte- und Klimaanlagen, zu umweltfreundlichen Wartungsverfahren und zur Nachrüstung und Nutzung alternativer Kältemittel, zu mobilen Klimaanlagen und offenen Kompressorsystemen; 
  • Bereitstellung von Ausrüstung, um ausgewählten Serviceunternehmen den Zugang zu umweltfreundlichen Techniken zu erleichtern und ein System zur Rückgewinnung und Wiederverwendung von FCKW einzurichten; 
  • Informationsverbreitung und Sensibilisierung verschiedener Zielgruppen in lokalen Sprachen für umweltfreundliche Praktiken durch Ausrüstungsgüter und Workshops, EcoCool-Newsletter und über andere Informationskanäle wie Poster, Flyer, Webseiten und Videofilme; 
  • Schulung und politische Unterstützung des indischen Zolls und anderer Umsetzungsbehörden, die den Strom ozonschädigender Substanzen innerhalb der Bundesstaaten sowie grenzüberschreitend regulieren. Die Umsetzung von Vorschriften und Politik ist äußerst wichtig für die praktische Durchführung des Ausstiegs aus Produktion und Konsum ozonschädigender Stoffe. Das NCCoPP unterstützt daher die Regierung durch die Ausbildung von Zoll- und Vollzugsbeamten. Diese Komponente wird von der UNEP, Ozone Cell und der National Academy of Customs, Excise and Narcotics (NACEN) durchgeführt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Seit 2001 landesweit über 20.000 Techniker durch ein Netzwerk von Industrie- und Schulungspartnern ausgebildet. 
  • Schulungen im informellen Sektor abgehalten, wo bislang keine Informationen zu alternativen Technologien zur Verfügung standen. 
  • Ein Modell zur Unterstützung mit  Ausrüstungsgütern ist für etwa 850 Unternehmen mit hohem FCKW-Konsum ausgearbeitet worden. 
  • Rückgewinnungsvorrichtungen sind an Benutzer von kritischen Anwendungen verteilt worden (Eisenbahnen, Abwehr).
  • Sechs kommerzielle Rückgewinnungszentren sind im Land eingerichtet worden.
  • Es sind Schulungsunterlagen für Techniker im Bereich der Kühl- und Klimatechnik verteilt sowie Schulungsprogramme für offene Kompressorsysteme entworfen worden. Die Schulungsunterlagen sind in die Landessprache übersetzt worden. 
  • Der Eco-Cool-Newsletter wird regelmäßig für den RAC-Dienstleistungssektor veröffentlicht und erreicht mehr als 20.000 Dienstleistungsunternehmen. 
  • 16 Workshops für Händler und 19 Workshops zu Ausrüstungsgütern sind organisiert worden, um Informationen zur Ausrüstung für RSE-Techniker und bewährte Instandhaltungspraktiken sowie neue Techniken/Technologien für alternative Kühlungsmittel zu verbreiten. 
  • 13 Workshops sind an wichtigen Industriestandorten (Hyderabad, Faridabad, Vadodara, Neu Delhi und Chennai) durchgeführt worden, um 329 Zollbeamte in Bezug auf die Überwachung und Kontrolle von ozonschädigenden Substanzen zu schulen.

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