GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

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Gute Regierungsführung, Menschenrechte und lokale Entwicklung

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt wichtige Initiativen der Regierung Bangladeschs, mit denen gute Regierungsführung, Dezentralisierung und Rechtsstaatlichkeit gestärkt werden sollen. Im Februar 2007 beispielsweise trat Bangladesch dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption (United Nations Convention against Corruption – UNCAC) bei und arbeitet seitdem an der Einhaltung der Bestimmungen des Übereinkommens. Die GIZ (früher GTZ) hat in diesem Zusammenhang die Anfertigung einer Analyse unterstützt, durch die ermittelt wurde, welche Anforderungen des Übereinkommens Bangladesch erfüllt und welche nicht (Compliance and Gap Analysis). Momentan begleitet die GIZ die Umsetzung der nationalen Integritätsstrategie (National Integrity Strategy) sowie des Plans zur Erfüllung der UNCAC (UNCAC Implementation Plan). 

Das Projekt zur Förderung der rechtlichen und sozialen Gleichstellung von Frauen, an dem auch die königlich-niederländische Botschaft und die spanische Organisation für internationale Entwicklungszusammenarbeit (Agencia Española de Cooperación Internacional para el Desarrollo) beteiligt sind, zielt auf die Beseitigung der rechtlichen Hürden ab, auf die Frauen bei der Geltendmachung ihrer Rechte stoßen. In diesem Zusammenhang setzt sich das Projekt für eine Frauenrechte achtende, gemeindebasierte Polizeiarbeit ein. So sollen Verbrechen gegen Frauen verhindert und erreicht werden, dass die Frauen der Polizei vertrauen und Anzeige erstatten, wenn sie in ihren Rechten verletzt werden.

Am Projekt zur Verbesserung der Haftbedingungen in den überfüllten Gefängnissen des Landes sind das Innenministerium, die zentrale Gefängnisverwaltung, Polizei, Gerichte, Sozialbehörden und Rechtsanwälte beteiligt. Im Rahmen des Projekts soll die extreme Überbelegung der Haftanstalten durch praktische und kostengünstige Maßnahmen schnell und dauerhaft beseitigt werden.

Das Projekt zur Hebung der Sozial- und Umweltstandards in der Industrie arbeitet mit verschiedenen bangladeschischen Partnerinstitutionen zusammen. Dazu zählen Behörden, Industrieverbände, private Dienstleister und Nichtregierungsorganisationen. Ziel des Projekts ist es, die Textilindustrie des Landes dabei zu unterstützen, internationale Sozialstandards einzuhalten, ihre Produktivität zu steigern und ökologisch nachhaltig zu produzieren.

Das zweite Projekt zur Verbesserung von Regierungsführung und Infrastruktur in Ballungsräumen unterstützt die Kommunen (Pourashavas) des Landes bei der Erfüllung höherer Anforderungen an die Regierungsführung. Zu diesen Anforderungen gehören die Beteiligung von Frauen und Armen, die Rechenschaftspflicht in Bezug auf die Finanzen sowie partizipatorische Planungsprozesse. Die Erfüllung dieser Kriterien ist Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln zum Auf- und Ausbau der Infrastruktur. Das Projekt zur Verringerung der Armut durch die Verbesserung der kommunalen Regierungsführung hat zusammen mit der Gemeinde Narayanganj eine Datenbank aufgebaut, mit der die Gemeinde zuverlässig die ärmsten und am stärksten benachteiligten Familien bestimmen und ihnen gezielt Hilfe zuteilwerden lassen kann.

Schließlich wurden zwei Projekte zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur durchgeführt, die sich nicht auf den Bau von Straßen und Markthallen beschränkten, sondern durch Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau bei örtlichen Entscheidungsträgern sowie den Marktverwaltungsausschüssen der lokalen ländlichen Behörden zu einer besseren Regierungsführung beitrugen.


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