GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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GIZ Weltweit > Asien und Pazifik > Bangladesch > Schwerpunkte > Gesundheit

Reform des Gesundheitssystems, Familienplanung und Bekämpfung von HIV/AIDS

Die Regierung Bangladeschs hat das Sektorprogramm Gesundheit, Ernährung und Bevölkerung (HNPSP) aufgelegt, um dafür zu sorgen, dass die staatlichen Gesundheitseinrichtungen mit ihren Leistungen im Land führend sind, und um den Bürgern unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten des Landes die bestmöglichen Gesundheitsleistungen anzubieten. Das HNPSP ersetzt mehr als 300 einzelne und von verschiedenen Entwicklungspartnern unterstützte Gesundheitsprogramme, und sorgt dafür, dass die Beiträge aller beteiligten Akteure innerhalb eines einheitlichen Planungs-, Durchführungs- und Überwachungsrahmens aufeinander abgestimmt werden.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt das HNPSP in Form finanzieller Zusammenarbeit durch die KfW Entwicklungsbank und technischer Zusammenarbeit durch die GIZ.

Die GIZ erbringt für verschiedene wichtige Stabsstellen des Ministeriums für Gesundheit und Familie (Ministry of Health and Family Welfare – MHFW) technische Unterstützungsleistungen, um die institutionellen Kapazitäten des Ministeriums im Hinblick auf Überwachung, Lenkung und Durchführung des HNPSP zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium, der Stadtverwaltung von Dhaka und dem Internationalen Zentrum für die Erforschung von diarrhöischen Erkrankungen, Bangladesch (International Centre for Diarrhoeal Disease Research, Bangladesh – ICDDR,B) hat die GIZ verschiedene Pilotversuche mit stationären und ambulanten Gesundheitsleistungen für Obdachlose in Dhaka durchgeführt. Außerdem hat die GIZ Experten der Universität Heidelberg und der BRAC University zusammengebracht, damit sie gemeinsam eine Kurs zum Thema Qualitätsmanagement für die Mitarbeiter staatlicher und privater Gesundheitsdienstleister entwickeln.

Zwar ist die HIV-Prävalenzrate in Bangladesch niedrig, doch in jüngster Zeit ist die Zahl der Infektionen bei Hochrisikogruppen wie Drogenabhängigen stark gestiegen, so dass die Gefahr besteht, dass sich die Erkrankung nun auch in der Allgemeinbevölkerung stärker ausbreitet. Bis jetzt waren bei den hochriskanten Verhaltensweisen nur geringe Änderungen zu beobachten. Da Bangladesch ein relativ konservatives Land ist, fehlt es in der Bevölkerung an Wissen und einer Diskussion über HIV/AIDS sowie darüber, wie sexuell übertragbare Krankheiten übertragen werden und wie man sich vor Infektionen schützen kann.

Um Abhilfe zu schaffen, wurde ein von der GIZ und dem Ministerium für lokale Regierungen, ländliche Entwicklung und Kooperativen (Ministry of Local Government, Rural Development and Cooperatives – MLGRDC) unterstütztes Programm aufgelegt, das zusammen mit den Stadtverwaltungen von Chittagong, Rajshahi, Sylhet und Khulna an einer Verbesserung der Gesundheitsversorgung in diesen Städten arbeitet und zum Ziel hat, insbesondere gefährdeten Bevölkerungsgruppen, die ein höheres Risiko haben, sich mit HIV, sexuell übertragbaren Krankheiten und Tuberkulose zu infizieren, einen einfacheren Zugang zu Gesundheitsleistungen zu verschaffen.


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