GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.

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Schwerpunkte in Bangladesch

Nach Abstimmung mit der deutschen und der bangladeschischen Regierung wurden im September 2006 folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit vereinbart:

Reform des Gesundheitssystems, Familienplanung und Bekämpfung von HIV/AIDS

Die GIZ (früher GTZ) unterstützt Bangladesch bereits seit Ende der 1970er-Jahre bei Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheit und Familienplanung. Die Arbeit im Bezirk Mushigonj umfasste den Bau von Gesundheits- und Familienzentren und die sich daran anschließende Personalschulung. Der deutsche Beitrag wurde später mit der Unterstützung für das staatliche Institut für Bevölkerungsforschung und Ausbildung (National Institute of Population Research and Training) fortgeführt. Auch heute unterstützt die GIZ die Regierung von Bangladesch beim Sektorprogramm Gesundheit, Ernährung und Bevölkerung (Health, Nutrition, and Population Sector Programme) sowie bei der Bekämpfung von HIV/AIDS. So hilft die GIZ vier Städten dabei, ihre Gesundheitsversorgung zu verbessern und gefährdeten Bevölkerungsgruppen, die ein höheres Risiko haben, sich mit HIV, sexuell übertragbaren Krankheiten und Tuberkulose zu infizieren, einen einfacheren Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen zu verschaffen.

Gute Regierungsführung, Menschenrechte und lokale Entwicklung

Die GTZ (jetzt GIZ) begann in den 1980er-Jahren, die Entwicklung dieses Bereichs zu unterstützen. Dabei arbeitete die GIZ im Bezirk Tangail an Projekten zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur, damit die Menschen ganzjährig die örtlichen Wirtschafts- und Wachstumszentren (Märkte) erreichen und den Handel mit Agrar- und anderen Erzeugnissen, die auch mit deutscher Unterstützung hergestellt wurden, steigern konnten. Es wurden innovative Verwaltungs-, Wartungs- und Schulungsverfahren entwickelt, um die Projektergebnisse nachhaltig zu verstetigen und dafür zu sorgen, dass Straßen und Märkte auch Jahre und Jahrzehnte später noch in gutem Zustand gehalten werden. Dadurch gelang es, die Erfolge bei der Armutsminderung langfristig zu sichern. Inzwischen haben diese Methoden im gesamten Land Einzug gehalten.

Die GIZ hat ihre Unterstützung in diesem Schwerpunktbereich jetzt erweitert, um Regierungsführung, Dezentralisierung und Rechtsstaatlichkeit im ländlichen Raum und in der Stadt zu fördern und zu stärken. Zu diesem Zweck wurden Projekte aufgelegt, um die soziale und rechtliche Gleichstellung von Frauen zu fördern, die Zustände in den überfüllten Gefängnissen des Landes zu verbessern und die Sozial- und Umweltstandards in der Industrie zu heben. Außerdem unterstützt die GIZ das zweite Projekt zur Verbesserung von Regierungsführung und Infrastruktur in Ballungsräumen sowie die Projekte I und II zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Entwicklung braucht Energie. Die zuverlässige und effiziente Bereitstellung moderner Energiedienstleistungen ist für die Verringerung der Armut entscheidend. Nur 40 Prozent der 160 Millionen Bangladeschis sind an das Stromnetz angeschlossen. In den ländlichen Gebieten, in denen über 70 Prozent der Bevölkerung leben, sind es sogar nur 20 Prozent.

Das Programm Nachhaltige Energie für Entwicklung, das von der GIZ und dem Ministerium für Energie und Bodenschätze Bangladeschs (Ministry of Power, Energy, and Mineral Resources) gemeinsam unterstützt wird, trägt durch die Verbreitung moderner, eneuerbarer Energien (Solarenergie, Biogasanlagen, energiesparende Kochstellen und Reiskocher) dazu bei, den Verbrauch von Holz, Biomasse und fossilen Brennstoffen sowie den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Außerdem unterstützt das Programm Industrie, staatliche Energieversorger und Privathaushalte im Hinblick auf die Nutzung von effizienteren Geräten und Produktionsprozessen, um mit weniger Energie mehr zu erreichen.

Klimawandel und Umwelt

Durch seine Lage im Bengal-Becken und das von den Monsunregenfällen geprägte Klima war Bangladesch schon immer von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen. Überschwemmungen, Wirbelstürme und die Erosion von Flussufern treten häufig auf und ziehen sowohl die Bevölkerung als auch die Infrastruktur in Mitleidenschaft.

Zur Unterstützung der Klimawandelstrategie und des entsprechenden Aktionsplans des Landes arbeitet die GIZ in den Küstenregionen und Feuchtgebieten an Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels und zur Anpassung an den Klimawandel. Ferner unterstützt die GIZ ein Projekt der Forstverwaltung zum Schutz der Ressourcen durch gezielte Aufforstung von Gemeindeflächen. Im Rahmen des Projektes wird im Chunati-Wildreservat ein nachhaltiges Forst-Mitverwaltungssystem eingerichtet.


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