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Aufbereitung arsenhaltiges Trinkwasser in West-Bengalen (PPP)Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Aufbereitung arsenhaltiges Trinkwasser in West-Bengalen (PPP)
AusgangssituationDie ländliche Bevölkerung Indiens hat keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Obwohl bereits in den 1970-er Jahren mit der Umstellung der Trinkwasserversorgung von Oberflächenwasser zu Grundwasser begonnen wurde, zeigt sich seit Anfang der 90-er Jahre, dass das Grundwasser in weiten Teilen West-Bengalens hoch arsenbelastet ist. Die Überschreitung der Grenzwerte der WHO bis zum 200-fachen erzeugt Tumorerkrankungen, die oft tödlich enden. Die Zentralregierung in Neu-Delhi hat Geld zur Finanzierung von Projekten zur Wasserversorgung in West-Bengalen bereit gestellt. Voraussetzung für die Auszahlung ist jedoch eine Eigenbeteiligung in Höhe von 10 Prozent der Kosten, die die Regierung von West-Bengalen aber nicht aufbringen kann. Die Firma Harbauer Umwelttechnik engagiert sich seit 1997 mit ihrem indischen Partner Pal-Trockner und der GEH Wasserchemie für die Einführung einer neuen Arsenaufbereitungstechnologie für Trinkwasser in West-Bengalen. Mit Hilfe dieser weltweit einzigartigen Technologie kann durch den Einsatz eines Granulates das Arsen aus dem Trinkwasser gefiltert werden. Eine flächendeckende Verbreitung des Harbauer-Systems ist jedoch aufgrund der schwierigen politischen Verhältnisse in Indien sowie der von der indischen Regierung geforderten 10 Eigenbeteiligung Finanzierung durch den Bundesstaat West-Bengalen nur schwer zu erreichen. ZielDurch den flächendeckenden Aufbau von dezentralen Filteranlagen zur Arsenaufbereitung wird die Bevölkerung West-Bengalens mit unbedenklichem Trinkwasser versorgt. VorgehensweiseFür das Projekt wählt die GTZ Nichtregierungsorganisationen (NGO) vor Ort aus und schult diese im Betrieb und Management der Anlagen. Die NGO werden ermächtigt, von den Nutzern ein Wassergeld zu erheben, um so Wartung und Reparatur langfristig gewährleisten und gleichzeitig einen Teil des Wassergeldes in die Finanzierung für weitere Anlagen investieren zu können. In einem zweiten Schritt identifizieren die Partner geeignete Standorte für den Aufbau der Anlagen in den Dörfern, an denen die Anlagen aufgestellt werden, führen die Partner bewusstseinsbildende Maßnahmen durch, um die Bevölkerung für die Problematik zu sensibilisieren. Die NGO verwalten die durch die Bereitstellung der Mittel zusätzlich gewonnen Finanzmittel indischer Programme und vergeben zudem Aufträge an Anlagenhersteller und sind für den weiteren Betrieb der Anlagen verantwortlich. |
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