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Projekte > Kurzbeschreibungen > Anwendung endoskopischer Methoden im Bereich Gynäkologie zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen (PPP)

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E-Mail: jana.kern@giz.de

Anwendung endoskopischer Methoden im Bereich Gynäkologie zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen in Indien (PPP)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Anwendung endoskopischer Methoden im Bereich Gynäkologie zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Frauen (PPP)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Indien
Partner: Karl Storz GmbH & Co. KG
Gesamtlaufzeit: Dezember 2004 bis Dezember 2009

Ausgangssituation

Die medizinische Versorgung in den staatlichen Gesundheitseinrichtungen in Indien ist mangelhaft. Trotz positiver Entwicklungstrends ist die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ guten, bedarfsgerechten und bezahlbaren Gesundheitsleistungen nicht ausreichend und wird den Anforderungen der Bevölkerung nicht gerecht. Vor allem die arme Bevölkerung leidet noch immer an vermeidbaren Infektionskrankheiten. Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaften und Geburten sind nach wie vor sehr häufig. Krankheitsfälle ziehen bei den meisten indischen Familien finanzielle Engpässe nach sich und schon kleinere operative Eingriffe führen zu existenzbedrohenden Krisen.

Durch den Einsatz moderner endoskopischer Operationsmethoden können sichere Diagnosen gestellt und Behandlungszeiten stark verkürzt werden. Die Kosten für den Patienten sind deutlich geringer. 

Die Karl Storz GmbH & Co. KG ist seit den 60er Jahren auf dem indischen Markt tätig. Seit 1998 ist Karl Storz als erster deutscher Hersteller in der Endoskopiebranche mit einer Tochtergesellschaft  vor Ort vertreten. Mit permanenten Innovationen begleitet das Unternehmen weltweit die endokopische Diagnose- und Therapieentwicklung für praktischforschende Ärzte aller Fachdisziplinen und gilt in vielen Teilbereichen als Weltmarktführer.

Ziel

Die medizinische Versorgung benachtteiligter Frauen und Kinder bei definierten gynäkologischen Krankheitsbildern ist durch die Einführung endoskopischer Diagnose- und Therapiemethoden verbessert.

Vorgehensweise

An sechs Hospitälern werden Trainings-Gesundheitszentren (ETC) aufgebaut und mit für medizinische und gynäkologische Untersuchungen erforderliche Ausrüstung sowie endoskopischen Geräten ausgestattet. Daran schließt sich eine Schulung von Gynäkologen in endoskopischen und lapraskopischen Diagnose- und Therapiemethoden in ein- bis dreiwöchigen Kursen an sowie eine Ausbildung von OP-Hilfspersonal.

In weiteren Trainingseinheiten wird auf elektronische Gesundheitsnetzwerke via Videonkonferenz zurückgegriffen. Geplant ist die Hinzunahme von international führenden Ärzten, die aus dem Ärztenetzwerk des privaten Partners verpflichtet werden. Die GTZ, das  ETC und die Fa. Karl Storz wählen die Zentren sowie die Trainingsteilnehmer gemeinsam aus. Die Teilnehmer verpflichten sich, später den Nachweis zu erbringen, unterpriviligierte Frauen und Mädchen mit den erlernten Methoden behandelt zu haben.

Dieses PPP-Projekt wird aufgrund seines exemplarischen Charakters von der United Nations University (UNU) wissenschaftlich und publizistisch begleitet. Ziel dabei ist, die wissenschaftliche Grundlage für die Erstellung eines „Best practice PPP“ zu schaffen, das als Basis für weitere Projekte in diesem Sektor dienen soll. Durch diese wissenschaftliche Begleitung sowie die Implementierung der Kurse in den Trainings-Gesundheitszentren  wird die Breitenwirksamkeit und Nachhaltigkeit sichergestellt.


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