Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner |
UNHCR-BMZ PartnerschaftsprogrammProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: UNHCR-BMZ Partnerschaftsprogramm
AusgangssituationBürgerkriege, Grenzkonflikte und Dürrekatastrophen bringen in vielen afrikanischen Ländern Flüchtlinge und intern Vertriebene in erschreckende humanitäre Notlagen. Die Notlagen entziehen den Menschen ihre Existenzgrundlage. Oft ist die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und Wasser sowie einfachsten Gütern des täglichen Bedarfs wie Decken und Kleidung nicht mehr gewährleistet. Ganze Familien, Dörfer oder ethnische Gemeinschaften fliehen vor Gefahren und Angriffen in andere Landesregionen und über Landesgrenzen hinweg: auf der Suche nach einem sicheren Aufenthaltsort, nach Nahrung, Wasser oder neuen Existenzgrundlagen. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), die größte Hilfsorganisation für Flüchtlinge und intern Vertriebene, koordiniert die Unterstützung für Menschen in humanitären Notlagen. Das VN-Kommissariat ist dabei auf die Spendengelder und die aktive Unterstützung der internationalen Gemeinschaft angewiesen. ZielDurch die strategische Partnerschaft zwischen BMZ und UNHCR wird der Brückenschlag zwischen Nothilfe und langfristigen Entwicklungszielen vollzogen. Die Lebensbedingungen von Flüchtlingen, Rückkehrern und anderen betroffenen Personen sind verbessert. VorgehensweiseDie sich ständig verändernden Flüchtlingssituationen in den Partnerländern werden zwischen dem Auftraggeber BMZ und dem Kofinanzierungspartner UNHCR jährlich neu bewertet und die erforderlichen Aktivitäten und Schwerpunkte fortlaufend angepasst. Die wesentlichen Programmleistungen sind die:
Zur Unterstützung der Flüchtlinge sowohl in den Gastländern als auch bei der Reintegration in die Heimatländer gehören Aktivitäten zur Gesundheitsvorsorge (HIV/AIDS), zur Konfliktminderung, zur Gleichstellung der Geschlechter und zum Schutz der Umwelt wie energiesparende Kochherde und Baumpflanzungen). Von der Nothilfe zur Entwicklungszusammenarbeit Der Übergang von der Nothilfe zur langfristigen Entwicklungszusammenarbeit ist eine große Herausforderung. Bei seiner Gestaltung wird frühzeitig mit anderen Partnern zusammengearbeitet, damit Fortschritte erhalten und langfristig abgesichert werden können. Je nach Situation vor Ort kooperiert das UNHCR-BMZ Partnerschaftsprogramm mit anderen deutschen und internationalen Entwicklungs- und Hilfsorganisationen. Flüchtlingsprogramme sowie Maßnahmen der Not- und Übergangshilfe und des Wiederaufbaus sollen möglichst reibungslos ineinandergreifen. Wiederaufbau, Reintegration, Ernährungssicherung und Krisenprävention sind vielfach komplementäre Elemente zur Gestaltung des Übergangs zwischen kurzfristiger Nothilfe und nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit. Durch die strategische Partnerschaft zwischen BMZ und UNHCR wird der Brückenschlag zwischen Nothilfe und langfristigen Entwicklungszielen vollzogen. Die Lebensbedingungen von Flüchtlingen, Rückkehrern und anderen betroffenen Personen sind verbessert. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeSeit 2005 werden jährlich bis zu eine Millionen Flüchtlinge in Flüchtlingslagern und Flüchtlingssiedlungen vorwiegend in Tschad, Kenia, Tansania, Uganda und Burundi mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Nothilfegütern und Brennholz versorgt. In Kenia und Uganda wurden Nutzflächen in und um die Flüchtlingslager wieder aufgeforstet und rehabilitiert, Basisgesundheitssysteme etabliert, Wasserversorgungssysteme entwickelt, Schulen unterstützt und zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeit Flüchtlingskomitees etabliert. Die Dienstleistungen wurden zunehmend auch den umliegenden Gemeinden zur Verfügung gestellt und damit das Konfliktpotential um Ressourcenzugänge minimiert. In Kooperation mit vielen lokalen und internationalen Partnern in den Partnerländern wurden seit Beginn des Programms 3 Millionen Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr in die Heimat und 1,5 Millionen intern Vertriebene in ihren Heimatländern unterstützt. Um die Rückführung der Flüchtlinge sicherstellen zu können und die Aufnahmekapazitäten in den Gemeinden zu stärken, wurden 1.700 Kilometer Straßen im arbeitsintensiven Straßenbau von und mit Flüchtlingen gebaut oder rehabilitiert. Zusätzlich wurden durch den Transport von Baumaterialen und den direkten Aufbau 200.000 Unterkünfte für Familien von Rückkehrern und intern Vertriebenen bereitgestellt. Zur Stärkung der Aufnahmekapazitäten in den Rückkehrgebieten wurden bis dato 5.700 soziale und ökonomische Basisinfrastrukturen (Schulen, Kliniken, Gemeindehäuser, Trinkwasserbrunnen) aufgebaut. Insgesamt mehr als 75.000 Gemeinden erhielten Beratung und Unterstützung zur nachhaltigen Reintegration von Flüchtlingen: Etwa 600 gemeindegestützte Kleinprojekte wurden gemeinsam mit den Betroffenen geplant und umgesetzt. Mehr als 35.000 Flüchtlinge, Rückkehrer und Mitglieder der lokalen Bevölkerung wie Jugendliche, Ex-Kämpfer und Kindersoldaten erhielten eine berufliche Grundausbildung, um ihre Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten zu verbessern.
Weiterführende Informationen
|
AktuellesDie GTZ und Afrika: Eine erfolgreiche Partnerschaft
50 Jahre unabhängiges Afrika: Was bleibt, ist die Frage, wo der Kontinent heute steht. |