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EnergiesektorentwicklungGrundlegende Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung ist Energie. Die Energiekrise in Uganda droht, die Entwicklung des Landes zu schwächen. Obwohl die öffentliche Hand in den letzten Jahren erheblich in den Ausbau der Stromversorgung investiert hat, leidet der Energiesektor noch immer unter anderem unter einem großen Leistungsdefizit. Verschlimmert wird diese Situation durch die ineffiziente Nutzung der verfügbaren Energieträger durch die Verbraucher. Im ländlichen Raum ist die Versorgung mit Energiedienstleistungen weiterhin schlecht: Nur fünf Prozent der Landbevölkerung sind an das Stromnetz angeschlossen. 93 Prozent der Menschen verwenden zum Kochen Biomasse. Die Nutzung von Festbrennstoffen wie Brennholz und Holzkohle in weiten Teilen des Landes ist unverändert ineffizient, was Ugandas Energiebilanz zusätzlich mit enormen Umweltproblemen belastet. Hierzu trägt vor allem die Unkenntnis ökologischer Themen bei. Maßnahmen zur Verbraucheraufklärung existieren, decken jedoch nicht die wachsende Nachfrage. Im Rahmen des „Energy Advisory Project“ berät die GTZ das Energieministerium bereits seit 1999. Ein Schwerpunkt deutscher Zusammenarbeit mit Uganda ist der Bereich Energie allerdings erst seit August 2007, unter der Bezeichnung "Promotion of Renewable Energy and Energy Efficiency Programme (PREEEP)". Unter den deutschen Organisationen wählte man die GTZ als Koordinatorin aus, da sie auf die längste Erfahrung in diesem Sektor zurückblickt. Zurzeit werden eine Reihe neuer Maßnahmen formuliert, die die Hauptpartner der GTZ umsetzen werden: der Deutsche Entwicklungsdienst (DED), das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) und die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbh (InWEnt). Außerdem wurden mehrere größere Investitionen in Hydroelektrizität und den Ausbau von Infrastruktur durch die KfW Entwicklungsbank vereinbart. Im Rahmen der Beratung des Energieministeriums im PREEEP-Programm setzt sich die GTZ dauerhaft für eine Lösung der Probleme im Energiesektor ein, denn sie fördert moderne Technologien, eine nachhaltige Politik und den festen Willen zur Umsetzung von Reformen. Zu den bisher durchgeführten Maßnahmen zählen die Entwicklung und landesweite Verbreitung von verbesserten, energieeffizienten Herden für Festbrennstoffe, Unterstützung von Solartechnik und Stromerzeugung in kleinen Wasserkraftwerken sowie viel beachtete Bewusstmachungskampagnen zu Energieeffizienz und Energietechnologien. Das Energieressort des Ministeriums für Energie und Bodenschätze wird oft durch einen Mangel an Ressourcen und entsprechend ausgebildetem Personal in seiner Arbeit eingeschränkt. Der Privatsektor und wichtige nichtstaatliche Organisationen kämpfen mit ähnlichen Schwierigkeiten. Daher besteht eine weitere entscheidende Aufgabe der GTZ darin, die Kapazitäten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Akteure in diesem Sektor zu entwickeln. |