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Herr Axel Klaphake
E-Mail: axel.klaphake@giz.de

Kooperation zwischen Flussgebietsorganisationen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Kooperation zwischen Flussgebietsorganisationen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika, länderübergreifend (Sitz: Uganda)
Politischer Träger: African Ministers’ Council on Water(AMCOW) mit Sitz in Kampala (Uganda)
Gesamtlaufzeit: April 2005 bis Dezember 2008

Ausgangssituation

Der 2002 beschlossene G8-Aktionsplan für Afrika stellt grenzüberschreitendes Wassermanagement in den Kontext von „Frieden und Sicherheit“. Er fordert eine bessere Kooperation und Koordination an internationalen Flüssen in Afrika, damit Konflikte um Wasserverteilung und Nutzungsrechte rechtzeitig erkannt und gemanagt werden können. Als Antwort darauf entwickelte Deutschland unter Federführung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), eine deutsche G8-Initiative, in deren Mittelpunkt die Kooperation zwischen afrikanischen Flussgebietsorganisationen steht.

Der Rat der afrikanischen Wasserminister (AMCOW), politischer Partner der deutschen G8-Initiative, hat seit seiner Konstituierung 2002 viel Dynamik in die politische Gestaltung des afrikanischen Wassersektors gebracht. Der Rat ist als beratendes Gremium der Afrikanischen Union (AU) anerkannt und etabliert. Die Stärkung einer regionalen Kooperation und Koordination, in der Flussgebietsorganisationen und regionale Integrationsgemeinschaften wie die Southern African Development Community (SADC) unter dem Dach der AU agieren, ist eines der Ziele des AMCOW-Arbeitsplans.

Ziel

Die Leistungsfähigkeit der einzelnen Institutionen ist durch den Austausch von Erfahrungen und Expertise unter den Mitarbeitern der Flussgebietsorganisationen erhöht.

Vorgehensweise

Das Projekt umfasst drei Komponenten:

  • Kooperation zwischen Flussgebietsorganisationen
    Der Austausch der individuellen Erfahrungen zwischen den afrikanischen Flussgebietsorganisationen wird durch regionale Seminare, Studientouren und den Austausch von Experten gefördert.

  • Aufbau einer afrikaweiten Datenbank für Infrastrukturentwicklung
    Die GTZ stellt technische und organisatorische Beratung bereit. Das System gewährleistet gültige, belastbare Daten und vereinfacht den Zugang zu internationalen Kooperationspartnern, besonders im Bereich des grenzüberschreitenden Wassermanagements.

  • Institutionelle Beratung von AMCOW
    Der Rat der afrikanischen Wasserminister wird beim Aufbau seiner Kapazitäten beraten. Bereitgestellt werden Ressourcen und Dienstleistungen, um die unterschiedlichen Interessen, Rollen, Funktionen und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Institutionen auf der Regionalebene zu klären. Der Aufbau eines Unterstützungsbüros der ugandischen Präsidentschaft sowie die Förderung einer Strategieeinheit sind wesentliche Elemente.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die bisherigen Kooperationserfahrungen haben gezeigt, dass der direkte Austausch unter Praktikern des Flussgebietsmanagements zu sichtbaren Ergebnissen führen kann. Der persönliche Kontakt schafft  Netzwerke, auf die bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Der Austausch von Experten soll die Arbeit der Flussgebietsorganisationen, etwa bei der Planung von Bewirtschaftungsplänen oder der Pflege von Kooperationsbeziehungen, verbessern.

Um die unterschiedlichen Rollen, Funktionen und Verantwortlichkeiten der verschiedenen Institutionen klären zu können, wurde ein Verhandlungsprozess in Gang gesetzt, der Konflikte anspricht, und sie kooperativ zu lösen versucht. Ein Meilenstein war die Konferenz der grenzüberschreitenden afrikanischen Fluss- und Seengebiete in Kampala 2006, in der die Rolle der Flussgebietsorganisationen im afrikanischen Wassersektor konkretisiert wurde.

Eine Stärkung der politischen Strukturen des afrikanischen Wassersektors wird die Bedeutung des Themas Wasser in Afrika hervorheben und eine Fokussierung auf wesentliche Aspekte ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Trinkwasserversorgung für die ärmeren Bevölkerungsschichten, die Privatsektorbeteiligung und der Schutz der Wasserressourcen vor Übernutzung und Verschmutzung.

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