Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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WassersektorentwicklungProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Wassersektorentwicklung
AusgangssituationIn den Städten Ugandas hat nur ungefähr die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu Trinkwasser und lediglich acht Prozent sind an ein Abwasserentsorgungssystem angeschlossen. Insbesondere ärmere Bevölkerungsschichten in den rasch wachsenden Stadtrandgebieten haben nur unzureichenden Zugang zu hygienisch einwandfreier und verlässlicher Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Die Hauptursachen dafür sind veraltete Infrastruktur, mangelnde Zahlungsfähigkeit ärmerer Bürger, das enorme Wachstum der Bevölkerung in Städten und Stadtrandgebieten, unzureichende institutionelle und regulative Kompetenzen und Leistungsfähigkeit sowie Defizite in Betriebsführung und Management. Bei Sektorpolitik und Betriebsführung wurden seit Ende der 1990er-Jahre deutliche Verbesserungen erzielt. Dies sind günstige Voraussetzungen, um das Kernproblem des städtischen Wassersektors in Uganda zu lösen, entsprechend den Zielsetzungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der gemeinsamen Geberstrategie. ZielDie arme städtische Bevölkerung hat zunehmend Zugang zu hygienischer Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. VorgehensweiseDas Programm stärkt die institutionellen, regulativen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen sowie die Leistungsfähigkeit der Trägerinstitutionen und unterstützt die Umsetzung der Reform des städtischen Wassersektors der ugandischen Regierung. Signifikanz und Akzeptanz des Ugandisch-Deutschen Programms sind weiterhin hoch. Gründe sind die langjährige Expertise im Sektor und der Schwerpunkt städtische Trinkwasser- und Sanitärversorgung im Rahmen der Geberarbeitsteilung. Die Chancen auf Nachhaltigkeit sind hoch, weil sich die Betriebskostendeckung in den vom nationalen städtischen Wasser- und Abwasserunternehmen National Water & Sewerage Corporation (NWSC) betriebenen Städten stetig verbessert hat. Die Erfahrungen der NWSC werden zunehmend von Dienstleistern in kleineren Städten nachgefragt. Folgende Maßnahmen werden durchgeführt:
Die technische Beratung durch die GIZ und das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) steht im vernetzten Einsatz mit Finanzinvestitionen der KfW Entwicklungsbank. In der sektorspezifischen Geberarbeitsgruppe (Water and Sanitation Sector Working Development Partner Group) stimmt sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit anderen Gebern und ugandischen Nichtregierungsorganisationen ab. Gemeinsam mit anderen internationalen Gebern (Sector wide Approach – SWAp) nimmt das Programm an unterschiedlichen Sektorforen teil. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Wasserversorgung in Ugandas Städten ist von 51 Prozent (2005) auf 61 Prozent (2008) gestiegen. In den 23 größten Städten, die durch das nationale städtische Wasser- und Abwasserunternehmen (NWSC) beliefert werden, erreichte die Versorgung 72 Prozent (2008). Allerdings haben NWSC und private Versorger in den Kleinstädten mit hohem Bevölkerungswachstum (3,2 Prozent, 2008), starker Land-Stadt-Flucht und sinkenden Infrastrukturinvestitionen des Staates zu kämpfen. Die Basissanitärversorgung in den Städten erreichte 74 Prozent (2008). Die Versorgungsrate schwankt jedoch sehr und in vielen Slums der Hauptstadt hat nur jeder Zweite Zugang zu annähernd akzeptabler Sanitärversorgung. Das Programm hat in enger Partnerschaft mit der Privatwirtschaft (Public Private Partnership – PPP) erste Erfolge in den Slums Kampalas erzielt. Die Bewohner können als Mieter ihrer Blechhütten erstmals eigene Latrinen und Toiletten nutzen. Dies wurde möglich durch die Anpassung der Modellpalette an die Bedürfnisse der armen Bevölkerung, moderne Marketingkampagnen und strengere Gesetzeseinhaltung. Im Reformprozess wurden Meilensteine erreicht. Nach langjähriger, intensiver Beratung entschied das Wasserministerium im Frühjahr 2009, einvernehmlich mit den maßgeblichen Akteuren des Wassersektors, eine separate Regulierungseinheit mit weitgehenden Befugnissen im Ministerium einzurichten. Das kommerzialisierte Staatsunternehmen NWSC öffnete erstmals 2008 dem Privatsektor die Möglichkeit, das Management städtischer Betriebe zu übernehmen. Damit ist eine Kernforderung der Reform, weitgehende Privatsektorbeteiligung, auch in den Großstädten erfüllt. Gleichzeitig bietet NWSC spezielle Vergünstigungen an, die besonders armen Bürgern den Bezug auch kleinster Wassermengen zu erschwinglichen Preisen ermöglicht. Anschlusskosten wurden erheblich gesenkt oder ganz erlassen, öffentliche Zapfstellen in den Slums bieten Wasser zu einem Preis von etwa 0,50 Euro je Kubikmeter noch deutlich unterhalb des Haustarifs an.
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