Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Nachhaltiges Wassermanagement TschadseeProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltiges Wassermanagement Tschadsee
Ausgangssituation
Der Tschadsee ist das einzige größere oberirdische Süßwasserreservoir in der Sahelzone. Klimatischen Faktoren aber auch eine unkontrollierte Nutzung für die Bewässerungslandwirtschaft gepaart mit hohem Bevölkerungsdruck haben dazu geführt, dass der See in den vergangenen vier Jahrzehnten bis auf 10% seiner ursprünglichen Oberfläche zusammengeschrumpft ist. Die seit 1964 bestehende Tschadseekommission konnte die Degradation nicht aufhalten. Eine effektive Zusammenarbeit der Anrainerstaaten zum Schutz des Ökosystems hat sich bis heute nur in Ansätzen entwickelt. Der kontinuierliche Austausch von Daten, der Aufbau einer gemeinsamen Wissensplattform und effektive regionale Strategien gegen die Austrocknung des Tschadsees lassen bis heute auf sich warten. Ziel
Die GIZ unterstützt den Aufbau eines Wissensmanagementsystems für die Tschadseekommission. Damit soll die Basis für ein wirkungsvolles regionales Management des Tschadsees geschaffen werden. Vorgehensweise
Für die Beratung der Kommissionsleitung beim Aufbau eines Wissensmanagementsystems werden Kurzzeitexperten für die Fachberatung in der „Hydrologie/Hydrogeologie“ und im Bereich „Hydroinformatik und Wissensmanagement“ eingesetzt. Eine Organisationsberatung soll den notwendigen Veränderungsprozess begleiten. Ziel ist es, die Prozesse zwischen dezentraler Datenerhebung durch die nationalen Wasserwirtschaftsbehörden bis hin zur Datenverarbeitung und –nutzung in der Tschadseekommission dauerhaft zu etablieren. Aus- und Fortbildungsveranstaltungen für ausgewähltes Fachpersonal aus den Anrainerstaaten und der Kommission sollen die komplexen Zusammenhänge zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser näher bringen. Im Direktorat „Planung“ wird die Arbeitsgruppe „Wissensmanagement“ gezielt auf ihre neue Aufgabe im Rahmen der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit vorbereitet. In diesem Rahmen wird sie u.a. von Kurzzeitexperten bei der Erarbeitung eines Protokolls zum Austausch hydrologischer Daten unterstützt. Ein technisches Beratungskomitee, das sich aus Vertretern der Mitgliedsstaaten zusammensetzt, soll die nationalen Interessen in die Diskussion einfließen lassen und beratend bei der Vorbereitung der Sitzungen mit den Ministern mitwirken. Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Ein wirkungsvolles Wissensmanagementsystem erhöht die Leistungsfähigkeit der Tschadseekommission. Es ist Voraussetzung für eine effektive Entwicklung und Umsetzung regionaler Strategien für die grenzüberschreitende Bewirtschaftung. Langfristig sollen die Prinzipien eines integrierten Wasserressourcenmanagements zur Anwendung kommen und den Trend der Degradation des Tschadsees aufhalten. |
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