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Schwerpunkte in Südafrika

Deutschland unterstützt Südafrika seit 1992. Gegenwärtig konzentriert sich die deutsch-südafrikanische Entwicklungszusammenarbeit auf folgende Schwerpunkte:

Regierungsführung und Verwaltung

South Africa: A community development worker talks to a young mother in Mamelodi Township about the problems he experiences with regard to service delivery.

Gute Regierungsführung ist das A und O einer wirksamen Armutsbekämpfung, eine effiziente Verwaltung das Rückgrat jedes Staates. ‚Ein besseres Leben für alle Menschen im Land‘ lautete die Losung der neuen Regierung unter Nelson Mandela nach dem Machtwechsel im Jahr 1994. Neue staatliche Strukturen wurden aufgebaut, um die Schranken der Rassentrennung und Diskriminierung zu überwinden. Den Kommunen wurde eine zentrale Rolle in der praktischen Umsetzung zugewiesen. Eine der großen Herausforderungen besteht gegenwärtig darin, die Effizienz und Effektivität der öffentlichen Verwaltung und des kooperativen Regierungssystems zu stärken. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt den Staat deshalb vor allem darin, bessere Dienstleistungen für seine Bürger zu erbringen. Die Reform des öffentlichen Dienstes, die Verbesserung der Leistungen von Kommunen und Provinzen, größere Bürgerbeteiligung und Verbrechens- und Gewaltprävention sind zentrale Themen, zu denen die GTZ ihre südafrikanischen Partner im Auftrag der deutschen Regierung berät.

Berufliche Bildung

Südafrika. Berufliche Bildung in Mabopane. © GTZ

Während des Apartheid-Regimes wurde der Zugang zu beruflicher Bildung und zum Arbeitsmarkt als Instrument der politischen Unterdrückung gegen früher benachteiligte Bevölkerungsgruppen eingesetzt. Fast 90 Prozent erhielten keine formale Ausbildung und sind auf Südafrikas modernem, formalen Arbeitsmarkt praktisch chancenlos. Gleichzeitig haben moderne Unternehmen – ungeachtet einer Arbeitslosenquote von bis zu 40 Prozent – Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen. Ehemals benachteiligte Bürger auszubilden, um ihre Chancen auf den formalen und informellen Arbeitsmärkten zu verbessern, sind weitere zentrale Herausforderungen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika. Die GTZ hat das Land im Auftrag der deutschen Regierung dabei unterstützt, die Grundlagen für ein modernes, bedarfsgesteuertes und arbeitsmarktorientiertes Berufsausbildungssystem zu schaffen. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt auf der Vereinfachung dieses Systems, damit noch mehr Menschen noch besser ausgebildet werden können.

Klima und Energie

Südafrika. Energie sparen mit effizienten Herden. © GTZ

Der Energiebedarf in Südafrika steigt rasant. Noch deckt das Land die Nachfrage hauptsächlich durch die gewaltigen Kohlevorkommen, aber der Preis dafür ist hoch; Südafrika ist einer der Hauptproduzenten von Treibhausgasen. Gleichzeitig gehört Südafrika zu den Ländern, die mit am stärksten vom Klimawandel betroffen sein dürften. Es ist daher nicht nur von nationaler, sondern auch von globaler Bedeutung, ob sich das Land weiterhin auf konventionelle Energiequellen konzentriert oder erneuerbaren Energien größere Aufmerksamkeit schenkt. Bei steigenden Energiepreisen bleibt die Nutzung von Biomasse die wichtigste Energiequelle für alle Menschen mit niedrigem Einkommen und für alle, die unter der Armutsgrenze leben. Die Energienutzung im Allgemeinen und insbesondere der effiziente Einsatz von Biomasse und die Verringerung von Emissionen sind daher weitere zentrale Herausforderungen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Südafrika. Im Auftrag der deutschen Regierung unterstützt die GTZ das Land dabei, alle Bürger mit Energie zu versorgen und gleichzeitig den Energieverbrauch durch höhere Energieeffizienz zu verringern.


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