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E-Mail: eberhard.goll@giz.de

Reform des Wassersektors

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Reform des Wassersektors
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Sambia
Politischer Träger: Ministry of Energy and Water Development (MEWD), Ministry of Local Government and Housing (MLGH)
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2012

Ausgangssituation

Wasserzapfen an einem Wasserkiosk in Sambia © GTZ 2005

80 Prozent der städtischen Bevölkerung Sambias, rund drei Millionen Menschen, leben in Stadtrandgebieten. Fast die Hälfte dieser Menschen hat keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Sanitäreinrichtungen. In ländlichen Gebieten ist die Situation noch gravierender. Die Ausbreitung von Cholera und anderen durch verschmutztes Wasser hervorgerufenen Epidemien ist die Folge.

Ziel

Die rechtlichen, organisatorischen und institutionellen Rahmenbedingungen zur Steigerung des Zugangs der armen Bevölkerung zu sauberem Trinkwasser und angepassten Sanitäranlagen sowie zur integrierten Bewirtschaftung der Wasserressourcen sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Programm unterstützt die nationalen Programme zur städtischen sowie ländlichen Wasser- und Sanitärversorgung. Neben der Beratung auf Ministerialebene stellt das Programm durch GFA Consulting ein „Provincial Support Team“ für die ländliche Wasser- und Sanitärversorgung in der Ostprovinz. Im städtischen Bereich unterstützt das Programm den Devolution Trust Fund (DTF), einen Fonds, mit dessen Hilfe die Wasser- und Sanitärversorgung in den armen Stadtrandgebieten verbessert wird. Aus Geldern des DTF werden zum Beispiel sogenannte Wasserkioske errichtet. Diese werden von Privatpersonen betrieben, die mit den Wasserversorgern Verträge abschließen.

Des Weiteren werden ausgewählte kommerzielle Wasserversorger, beispielsweise in der Ostprovinz auf Managementebene und bei der Verbesserung ihrer Dienstleistungen beraten. Diese Beratung wird von Rodeco bereitgestellt.

Beim Wasserressourcenmanagement unterstützt das Programm das MEWD bei der Planung zur Schaffung eines neuen institutionellen Rahmens nach Verabschiedung des Wassergesetzes.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Der Zusammenschluss verschiedener Gebietskörperschaften und die Gründung kommerzieller Dienstleistungsunternehmen für die Städte haben zu einer verbesserten Trinkwasserqualität und einer regelmäßigeren Versorgung geführt. Rund vier Millionen Menschen haben dadurch bereits Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die von Deutschland unterstützten Wasserversorger wurden in den letzten drei Jahren jeweils als beste Wasserversorger Sambias ausgezeichnet.

Der Armutsfonds DTF wird von verschiedenen Gebern unterstützt. Durch die Einrichtung der Wasserkioske haben bisher mehr als 800.000 Einwohner von Stadtrandgebieten Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. 20 Liter Wasser kosten an diesen Wasserkiosken weniger als einen Cent. Mehr als die Hälfte der Wasserkioske in der Ostprovinz werden von Frauen betrieben.

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