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Herr Dr. Mathias Mühlhans
E-Mail: mathias.muehlhans@giz.de

Unterstützung der Reintegration von Ex-Kombattanten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung der Reintegration von Ex-Kombattanten
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Politischer Träger: Ruandische Demobilisierungs- und Reintegrationskommission (RDRC)
Gesamtlaufzeit: Oktober 2003 bis Dezember 2006

Ausgangssituation

Dieses Kooperationsvorhaben zwischen der KfW-Entwicklungsbank und der GTZ wird im Kontext des im Jahr 2002 von der Weltbank initiierten „Multi Country Donor Demobilization and Reintegration Programm“ für die Region der Großen Seen durchgeführt.

Es konzentriert sich auf den Aspekt der Reintegration von Ex-Kombattanten in Ruanda. Deren soziale und ökonomische Reintegration stellt den Staat vor große Herausforderungen, da sie zu 90 Prozent über keinerlei berufliche Qualifizierung verfügen.

Nun wird die ökonomische Reintegration der Ex-Kombattanten über arbeitsintensive öffentliche Beschäftigungsprogramme (4.000 Teilnehmer) mit Beteiligung der Zivilgesellschaft sowie der beruflichen Qualifizierung (on the job-Training) der Ex-Kombattanten (1.000 Teilnehmer) gefördert.

Das Vorhaben ist Bestandteil des nationalen Programms DDRR (Entwaffnung, Entlassung, Wiedereingliederung, Reintegration) und genießt in der Armutspolitik Ruanda höchste Priorität.

Ziel

Einkommens- und Qualifizierungsmöglichkeiten für Ex-Kombattanten sind geschaffen, gleichzeitig wird die im Bürgerkrieg zerstörte Infrastruktur (Straßen, Krankenhäuser, etc.) wieder aufgebaut. Gleichzeitig ist dafür gesorgt, dass qualifizierte Arbeitskräfte für Unterhaltsarbeiten an wiedererrichteten Einrichtungen zur Verfügung stehen. Ex-Kombattanten sind ferner durch dreimonatige Ausbildungskurse in Handwerksberufen qualifiziert und haben eine bessere Lebensgrundlage.

Im Hinblick auf ihre soziale Integration erhalten etwa 5.000 versehrte und chronisch kranke Ex-Kombattanten neben der Möglichkeit der Teilnahme an den genannten Qualifizierungsmaßnahmen besondere Unterstützungsleistungen.

Das Projekt berät daneben staatliche und nicht-staatliche Stellen beim „capacity building“, insbesondere die ruandische Demobilisierungs- und Reintegrationskommission.

Vorgehensweise

Aus den Beiträgen der KfW-Entwicklungsbank werden die arbeitsintensiven Beschäftigungsprogramme und Qualifizierungsmaßnahmen sowie medizinische Behandlungen finanziert. Die Beiträge der GTZ umfassen Beratung sowie Aus- und Fortbildung. Insgesamt werden 10.000 Ex-Kombattanten erreicht. Die Gesamtkoordination vor Ort liegt bei der GTZ. 


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