Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Primäre Gesundheitsversorgung und HIV/Aids-BekämpfungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Primäre Gesundheitsversorgung und HIV/Aids-Bekämpfung
AusgangssituationRuanda, und besonders die arme Bevölkerung des Landes, leidet stark unter den für das subsaharische Afrika charakteristischen Problemen im Gesundheitsbereich: hohe Säuglings- und Müttersterblichkeit, unzureichende Familienplanung, Belastung durch HIV/Aids und andere Infektionskrankheiten sowie Mangel an gut ausgebildetem Personal. In den letzten Jahren konnten zwar deutliche Fortschritte erzielt werden, die genannten Probleme haben jedoch noch das gleiche Ausmaß wie kurz vor dem Genozid 1994. Maßgeblich verantwortlich für diesen Zustand sind die mangelnde Qualität von Gesundheitseinrichtungen sowie der beschränkte Zugang zu den Gesundheitsdiensten. Trotz landesweiter Einführung eines Krankenversicherungssystems sind die schwierigen geografischen Bedingungen und vor allem die Kosten der Gesundheitsdienste eine hohe Belastung speziell für die arme Bevölkerung. ZielDer Gesundheitszustand der armen Bevölkerung in den Distrikten Nyaruguru, Huye, Gisagara, Musanze und Gicumbi ist verbessert. VorgehensweiseDas Programm unterstützt die Verbesserung der Qualität des Gesundheitssystems, es fördert den Zugang zu den Diensten und ihre Akzeptanz. Zum Programm gehören drei Komponenten: Gesundheitssystementwicklung, sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie Personalentwicklung im Gesundheitssektor. Folgende Ansätze werden verfolgt:
Die Erfahrungen aus den Partnerdistrikten werden in die nationale Politikgestaltung eingebracht. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) trägt maßgeblich zur Koordinierung der Aktivitäten der verschiedenen Geber im Gesundheitswesen im Rahmen eines sogenannten sektorweiten Ansatzes bei (Sector wide Approach – SWAp). Zudem hat die EZ 2007 mit Sektorbudgethilfe begonnen, einem direkten Zuschuss zum Haushalt des Gesundheitsministeriums im Partnerland. Das Programm fördert die Querschnittsthemen Gender und Mainstreaming von HIV/Aids, das heißt die Berücksichtigung von HIV/Aids bei allen Aktivitäten der Entwicklungszusammenarbeit. Die GTZ arbeitet außer mit DED und InWEnt auch mit der KfW Entwicklungsbank und dem Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) zusammen. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Gesundheitsdienste in den Partnerdistrikten des Programms sind verbessert und werden vermehrt genutzt. Die rasche Entwicklung des Krankenversicherungswesens und die konstante Fortbildung des deutlich motivierteren Personals sind Anzeichen einer Festigung des Gesundheitssystems. Auch bei Familienplanung, sachgerechter Betreuung von Geburten sowie HIV-Beratung und -Testung sind substanzielle Fortschritte zu verzeichnen. Daten des Demographic and Health Survey (DHS) von 2005 belegen:
Die Resultate einer limitierten Auflage der gleichen Erhebung (MINI DHS, 2008) zeigen weitere Erfolge im Vergleich zu 2005:
Ruanda hat mit seinen Entwicklungspartnern die ersten Meilensteine gesetzt, um die Millenniumsentwicklungsziele im Gesundheitswesen zu erreichen: Kindersterblichkeit verringern (4), Gesundheit der Mütter verbessern (5), HIV/AIDS, Malaria und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen (6). |
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