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Frau Regine Dietz
E-Mail: regine.dietz@giz.de

Neue Märkte für erneuerbare Energien in Ostafrika

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Projektentwicklungsprogramm Ostafrika
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Land: Äthiopien, Kenia, Ruanda, Tansania, Uganda
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2011

Ausgangssituation

Ostafrika ist ein Zukunftsmarkt für erneuerbare Energien. Das beachtliche Wirtschaftswachstum in Äthiopien, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda führt zu stark steigendem Energiebedarf. Der Alltag in der Region wird jedoch von akuten Versorgungsengpässen bestimmt. Netze und Kraftwerke sind veraltet und ineffizient. Im ländlichen Raum besteht vielerorts überhaupt kein Zugang zu Elektrizität. Die Nachfrage nach alternativen und innovativen Versorgungsoptionen steigt. Die natürlichen Potenziale für die Versorgung durch Photovoltaik, Wind-, Wasser- und Bioenergie sowie für Solar- und Geothermie sind enorm. Fast alle Länder der Region haben Förderprogramme für erneuerbare Energien aufgelegt. Ausschreibungen innerhalb laufender Entwicklungsprogramme bieten weitere interessante Geschäftsmöglichkeiten.

Das Interesse an deutscher Spitzentechnologie ist groß in Ostafrika. Trotzdem ist das deutsche privatwirtschaftliche Engagement in der Region bisher gering: Unattraktive Rahmenbedingungen, Unklarheit über Marktsituation, Fördermöglichkeiten oder Vertragsrecht sowie mangelndes technisches und betriebswirtschaftliches Wissen vor Ort erschweren den Marktzugang. Das Projektentwicklungsprogramm (PEP) Ostafrika setzt hier an. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) führt die GIZ das Programm innerhalb der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Ministeriums durch.

Ziel

Deutsche Unternehmen investieren verstärkt in erneuerbare Energien in Ostafrika. Die Region wird langfristig als Zielmarkt erschlossen. Der Aufbau lokaler privatwirtschaftlicher Strukturen, und damit die nachhaltige Entwicklung der Region, sind durch den Transfer von Wissen und Technologie vorangeschritten.

Vorgehensweise

Projektentwicklungsprogramm (PEP) Ostafrika. Solarinstallation Lamu Island, Kenia. © GTZ

PEP Ostafrika stimmt seine Aktivitäten auf die laufende Entwicklungszusammenarbeit ab und verzahnt sie so mit der Außenwirtschaftsförderung. Es setzt auf die Privatwirtschaft als Motor für Investitionen in eine zukunftsfähige Energieversorgung.

Interessierte Unternehmen können sich über Marktpotenziale und Fördermöglichkeiten in den einzelnen Ländern informieren und beraten lassen. PEP Ostafrika hilft bei der Kontaktanbahnung vor Ort und in Deutschland, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der verschiedenen Technologien und Branchen. Das Programm begleitet die Unternehmen kontinuierlich und hilft, die Energiemärkte Ostafrikas langfristig zu entwickeln. Wissens- und Technologietransfer sind wichtige Bausteine des Programms. Sie helfen, lokale privatwirtschaftliche Strukturen aufzubauen und die nachhaltige Entwicklung der Region zu stärken. So entstehen Triple-Win-Effekte: Die Privatwirtschaft in Ostafrika, die lokale Bevölkerung und die Interessen deutscher Unternehmen profitieren vom Programm. PEP Ostafrika richtet sich an Hersteller und Händler sowie an Investoren, Projektentwickler, Dienstleister und Betreiber.

Das umfangreiche Leistungsspektrum des Programms dient den Unternehmen in Deutschland ebenso wie den Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern in Ostafrika. Es stellt branchenspezifische Marktanalysen zu Verfügung, organisiert Fachgespräche in Deutschland und Geschäftsreisen nach Ostafrika sowie Einkäufer- und Delegationsreisen ostafrikanischer Geschäftspartner und Entscheidungsträger nach Deutschland. Das Programm identifiziert Geschäftsmöglichkeiten und vermittelt sie; lokales Personal und Geschäftspartner werden qualifiziert und politische Strukturen über nachhaltige Investitionen in der Region beraten.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Durch die Maßnahmen zur Marktsondierung und zum Markteintritt konnten deutsche, aber auch lokale Unternehmen einen präziseren Eindruck von der Marktsituation vor Ort gewinnen. Auf PEP-Geschäftsreisen nach Uganda, Kenia und Tansania wurden deutsche Unternehmen bei der Kontaktanbahnung vor Ort unterstützt. Damit ist das Fundament für deutsch-afrikanische Unternehmenspartnerschaften gelegt, eine zentrale Säule künftiger Technologiekooperationen.

Funktionierende Geschäftsbeziehungen brauchen qualifizierte, lokale Partnerunternehmen sowie ein unterstützendes politisches Umfeld. PEP Ostafrika erleichtert interessierten Unternehmen Markteintritt und -erschließung: Es berät zur Verbesserung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und stärkt die technischen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen lokaler Partnerunternehmen vor Ort. Insbesondere beim Einsatz von Photovoltaik für ländliche Elektrifizierung und Biogas zur netzgekoppelten Stromerzeugung konnte auf bestehende Kontakte der Entwicklungszusammenarbeit aufgebaut werden, Fortschritte wurden so zügig erreicht. Die Investitionsbedingungen sind inzwischen deutlich besser geworden.

Deutsche Unternehmen wurden an konkrete Geschäftsmöglichkeiten herangeführt, sowohl auf dem privaten Markt als auch im Bereich der geberfinanzierten Ausschreibungen. So wurde ihnen der Markteintritt erleichtert. Gleichzeitig wurden sie für nachhaltiges Engagement in der Region mobilisiert. Die Aktivitäten haben zudem die Marke „renewables – Made in Germany“ vor Ort positioniert und große Aufmerksamkeit beim Fachpublikum und in der Politik erreicht.

Weiterführende Informationen


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Frau Regine Dietz
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