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Herr Benjamin Attigah
E-Mail: benjamin.attigah@giz.de

Support to the National Energy Agency (ANER) and National Domestic Biogas Program (NDBP) Development

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Support to the National Energy Agency (ANER) and National Domestic Biogas Program (NDBP) Development
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Politischer Träger: Ministry of Infrastructure (MININFRA)
Gesamtlaufzeit: 2007 bis 2011

Ausgangssituation

Der Energieverbrauch pro Kopf der ruandischen Bevölkerung ist einer der niedrigsten der Welt. Etwa 6 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu elektrischer Energie, auf dem Land ist es weniger als 1 Prozent. 2008 bestand der Energieverbauch zu 85 Prozent aus Biomasse, zu 11 Prozent aus Erdölprodukten und zu 3 Prozent aus Wasserkraft, wobei Biomasse hauptsächlich zum Kochen verwendet wird. Bis 2012 sollen 16 Prozent und bis 2020 30 Prozent der Bevölkerung Zugang zu elektrischer Energie haben.

Elektrischer Strom kann aufgrund seines hohen Preises nicht als Kochenergie verwendet werden. Durch Aufforstungsprogramme soll deshalb das zur Verfügung stehende Angebot an Holzenergie erhöht werden, da 60 Prozent der Bevölkerung mit Holzöfen kochen. Bereits gegenwärtig kommen rund 80 Prozent der Holzenergie aus Eukalyptus- oder anderen nachhaltigen Holzplantagen. Aufgrund des hohen Holzverbrauchs fördert die ruandische Regierung alternative Energien. Eine alternative Energiequelle ist die Nutzung von Biogasanlagen für Schulen oder landwirtschaftliche Haushalte.

So engagiert sich die Energieabteilung des Infrastrukturministeriums stark in der Entwicklung von Biogasprogrammen. Die GIZ, zusammen mit der Netherlands Development Organisation (SNV), unterstützt die Programme in Ruanda durch das Programm „Energising Development“, das im Rahmen der Partnerschaft zwischen der niederländischen Generaldirektion für Entwicklungszusammenarbeit (DGIS) und dem BMZ stattfindet. Rund drei Viertel der Zuschüsse übernimmt die GIZ und unterstützt so das Ministerium bei der effektiven Umsetzung des Programms. Die marktorientierte Ausrichtung wird zu einem starken privaten Biogasbereich und zur Schaffung von regionalen Arbeitsplätzen beitragen. Haushalte und Schulen profitieren durch die Einsparung von Feuerholz, die Reduzierung von innerhäuslicher Luftverschmutzung und durch die mögliche Verwendung der biologischen Rückstände als organischen Dünger. Um genug Biogas für einen Haushalt produzieren zu können, benötigt ein Landwirt zwei bis drei Kühe.

Ziel

15.000 kleinskalige und qualitativ hochwertige Biogasanlagen produzieren Biogas, das als Kochenergie und zur Beleuchtung verwendet wird.

Vorgehensweise

Distrikte und Haushalte erhalten Beratung, Vorbereitung und fachliche Unterstützung bei der Installation von Biogasanlagen. Die Anlagen werden in privaten Haushalten und Schulen gebaut. Private Haushalte, die Biogasanlagen installieren und nachhaltig nutzen wollen, werden finanziell unterstützt. Sie erhalten eine Subvention der Kosten für Biogas-Fermenter in Höhe von 35 Prozent.

Ein spezielles Kreditprogramm für potenzielle Nutzer von Biogasanlagen wurde entwickelt. Die Nachfrage soll gesteigert und damit die Umsetzung des Programms beschleunigt werden.


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